Hannelore Hoger stand selbst schon oft im St. Pauli Theater auf der Bühne.
Hannelore Hoger stand selbst schon oft im St. Pauli Theater auf der Bühne.
  • Hannelore Hoger ist im Dezember wieder auf der Bühne des „St. Pauli Theaters“ zu erleben.
  • Foto: Florian Quandt

Hannelore Hoger: „Runter vom Sofa, rein in Hamburgs schönstes Theater!“

Das schönste und zugleich spannendste Theater Hamburgs ist für mich das „St. Pauli Theater“. Nicht nur wegen seiner Geschichte und weil ich da selbst oft auf der Bühne gestanden bin, bei „Virginia Woolf“ zum Beispiel oder bei „Love Letters“. Man kann hier öfter Kollegen und Kolleginnen live erleben, die man sonst nur im Fernsehen oder im Film sehen kann wie Herbert Knaup oder Sebastian Bezzel, Eva Mattes oder Oliver Mommsen. Die machen da an der Reeperbahn einfach ein sehr spannendes Programm.

Darf ich Ihnen einfach ein paar Tipps geben? Vom 23. November bis zum 11. Dezember und auch noch einmal im Januar spielt ein traumhaftes Ensemble u.a. mit Johanna Christine Gehlen, Anne Weber, Stephan Grossmann, Sebastian Bezzel und Oliver Mommsen „Das perfekte Geheimnis“, ein toller Plot, der veranschaulicht, was passiert, wenn wir bei einer Abendgesellschaft alle unsere Handys auf den Tisch legen und auf laut stellen. Oder erleben Sie den umwerfenden Tim Fischer als die Verkörperung von Zarah Leander, ein kleiner, großer Abend.


Hamburgs Theater sind so etwas wie das Rückgrat der vielfältigen Kulturlandschaft. Rund 50 Häuser, verteilt überall in der Stadt. Hier wird täglich verhandelt, was uns ausmacht und umtreibt, als Menschen. Es wird: gelacht, geweint, geschrien, gejubelt, geschimpft. Und, in einigen Häusern​ gebangt um die Existenz – angesichts der pandemiebedingten und anhaltenden Zurückhaltung vieler beim Ticketkauf.​ Hier finden Sie Liebeserklärungen prominenter und engagierter Theater-Fans an die von ihnen favorisierten Häuser. Eine Einladung an Sie mitzuhelfen, diese Vielfalt zu erhalten.


Bin gespannt auf die Neufassung der „Dreigroschenoper“

Mittlerweile ein Klassiker ist die „Nachttankstelle“, einer dieser legendären Abende von Franz Wittenbrink über eine Kult-Tankstelle auf dem Kiez, die es schon lange nicht mehr gibt. Da versuchen sieben Menschen, die eigentlich Weihnachtshasser sind, Weihnachten zu feiern. Und wenn Sie ihren Kindern was Gutes tun wollen, nehmen Sie sie dieses Jahr mit in den „Kleinen Prinz“, das klassische Weihnachtsmärchen.

Besonders gespannt bin ich auf die Neufassung der „Dreigroschenoper“ mit Gustav Peter Wöhler an der Spitze eines sehr illustren Ensembles. Mitte Januar soll dieser Klassiker von Brecht, in dem ich selbst einmal in jungen Jahren die Polly gespielt habe, auf die Bühne des „St. Pauli Theaters“ kommen. Mich können Sie übrigens am 10. Dezember dort auch sehen und hören. Ich werde, begleitet von dem wunderbaren Pianisten Siegfried Gerlich, die schönsten Texte von Oscar Wilde lesen.

Also vergessen Sie doch mal wieder die Bequemlichkeit Ihres Sofas und kommen Sie vorbei. Es lohnt sich. Denn das Besondere von Theater, dass hier Schauspielerinnen und Schauspieler live vor Ihnen stehen und Sie das mit anderen zusammen genießen können, das ist durch nichts zu ersetzen.

Ich zähle auf Sie.

Ihre Hannelore Hoger

St. Pauli Theater: Unterhaltung am Spielbudenplatz

Das „St. Pauli Theater“ ist Hamburgs ältestes Privattheater. Es versteht sich heute als ein modernes Volkstheater, das mit Eigen- und Ko-Produktionen sowie ausgesuchten Gastspielen auslotet, wie intelligent Unterhaltung in dem schnelllebigen Umfeld der Reeperbahn sein kann. Im Dezember gibt’s hier unter anderem die Komödie „Das perfekte Geheimnis“ und das Weihnachtsmärchen „Der kleine Prinz“.