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Abstraktes Porträt einer Frau mit Zigarette, Sonnenbrille, Rotweinglas
  • Knallige Farben: das Gemälde „Pinkaholic“
  • Foto: Aileen Clausager

„Spaß daran, Powerfrauen in Szene zu setzen“: Künstlerin zeigt knallige Bilder

Eyecatcher in kräftigen Farben: Ab Donnerstag zeigt Aileen Clausager ihre Gemälde im Atelier Gausz in Ottensen. „Be In Touch“ heißt die Ausstellung, zu sehen sind großformatige Werke, vor allem Frauen-Porträts und Frauenkörper. Die 23-jährige Künstlerin lebt in Bad Oldesloe und studiert in Hamburg Kommunikationsdesign. Im Atelier Gausz zeigt sie eine Auswahl ihrer Arbeiten, Öl- und Acryl-Gemälde werden an die Wände kommen, dazu auch „Limited Edition Prints“. Warum sie derzeit kopflos ist, verrät sie im Interview.

MOPO: Gab es einen bestimmten Moment, an dem Sie gemerkt haben, dass das, was Sie da machen, mehr sein kann als dieses „normale“ Malen, das man so als Kind und Teenager macht?

Aileen Clausager: Das war eine Auftragsarbeit für eine Freundin meiner Eltern. Das Bild hieß „Blue“, war 1,20 auf 1,40 Meter groß. Das war 2019 – und es löste eine Kettenreaktion aus: Plötzlich kamen immer mehr Anfragen. Seit diesem Gemälde liebe ich es, großformatig zu arbeiten.

Machen Sie noch immer Auftragsarbeiten?

Nein, seit 2021 male ich nur das, was mich als Künstlerin beschäftigt. Das war der Wendepunkt vom „normalen Malen“ hin zum „das könnte was für die Zukunft werden“.

Aileen Clausager (23): Die Künstlerin lebt in Bad Oldesloe und studiert in Hamburg. Aileen Clausager
Künstlerin steht hinter einem ihrer Gemälde, auf dem eine Frau zu sehen ist einer ähnlichen Jacke
Aileen Clausager (23): Die Künstlerin lebt in Bad Oldesloe und studiert in Hamburg.

Wie beschreiben Sie Ihre Bilder?

Es fasziniert mich, Naturnahes und Abstraktion verschmelzen zu lassen. Kräftige und gegensätzliche Farben als Eyecatcher dürfen in meinen Bildern nicht fehlen. Ich bin experimentierfreudig und immer wieder selbst gespannt, was am Ende zum Vorschein kommt.

An was arbeiten Sie gerade?

An einer kleinen, eher persönlichen „Kopflos“-Serie. Denn ich gehöre zu den Künstler:innen, die auch mal ihren Kopf vergessen oder Tagträumer sind. Mein Kopf ist gerne mal woanders. Mit dieser Serie, die mich in verschiedenen Lebenssituationen zeigt, bringe ich das persönliche Gefühl von „Kopflosigkeit“ zum Ausdruck.

Ihre Gemälde zeigen fast immer Frauen – warum?

Das, was ich jeden Tag im Spiegel sehe, ist eine Frau. Somit setzte ich mich täglich damit auseinander, was eine Frau ausmacht. Meine Werke haben eine Kraft in ihrer gesamten Komposition, bei der die Frau als Mittelpunkt strahlt. Kurz gesagt: Ich habe Spaß daran, Powerfrauen in Szene zu setzen.

„Naschkram“ heißt dieses Clausager-Gemälde Aileen Clausager
Buntes Gemälde, das eine Frau in einem "Chupa Chups"-Sweatshirt zeigt
„Naschkram“ heißt dieses Clausager-Gemälde

Wer oder was inspiriert Sie?

Mein Umfeld! Ich fertige Fotos von meiner Familie und meinen Freunden an und bringe die Motive dann auf die Leinwand. Auch auf Reisen mache ich gerne Fotos, die ich dann später oft als Farbinspiration nutze. Die Welt ist so schön bunt! (nr)

Atelier Gausz: 6.7., 18 Uhr, Gaußstr. 60, Eintritt frei (ab 10.7. ist das Atelier Gausz in der Sommerpause)

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