Dieter Meier steht am Mikrofon, der Hintergrund ist rot und leer
  • Dieter Meier von der Schweizer Band Yello bei einem Konzert
  • Foto: Sophia Kembowski/dpa

Mit einer Doku: Dieser Weltstar kommt ins Abaton

Ein Weltstar in Hamburg – vor der Corona-Pandemie war nicht ungewöhnlich, was in diesen Tagen rar geworden ist. Umso schöner, dass Dieter Meier (76), textende und singende Hälfte des Schweizer Elektropop-Duos Yello, am Dienstagabend ins Abaton-Kino kommt. Im intimen Rahmen wird dort die Dokumentation „Dieter Meier – ein Zufall“ von Filmregisseur und Drehbuchautor Peter Sempel gezeigt und im Anschluss mit ihm darüber diskutiert. Das dürfte doppelt spannend werden.

Denn zum einen hat Sempel seinen Protagonisten über Jahrzehnte begleitet, hat für den Film unter anderem in Zürich, Berlin, Hamburg, New York, Los Angeles, Delhi und am Himalaya gedreht, lässt Kollegen wie den jüngst verstorbenen Gabi Delgado (DAF) zu Wort kommen und zeigt Meier als Konzeptkünstler, Golfer und Live-Musiker mit Yello. Zum anderen ist der umtriebe Meier wirklich so viel mehr als der kreative Geist hinter Hits wie „The Race“, „Bostich“ und „Oh Yeah“ – letzterer Song avancierte auch dank des Kult-Films „Ferris macht blau“ und den „Simpsons“ zum Welthit.

In Buenos Aires besitzt Meier eine 30.000 Hektar große Bio-Farm mit 10.000 Rindern. Er hat vier Restaurants in Zürich und zwei in Berlin. „Die Restaurants sind wichtig, damit die Leute meine Produkte kennenlernen – vor allem meinen Wein und mein Beef aus Argentinien. Die Gäste schätzen das und fangen auch an, Qualität zu verstehen“, so Meier im Interview, der schon in Bio-Visionen dachte, als es noch nicht en vogue war.

Links steht Dieter Meier, rechts nah an ihm dran Peter Sempel, beide tragen Jackett und eine Brille mit getönten Gläsern
Filmemacher Peter Sempel (68, r.) und Weltstar Dieter Meier (76) sind am Dienstag im Abaton.

Ob es ihm größere Befriedigung verschafft, einen Hit mit einem Wein oder einem Yello-Song zu landen, lässt er offen: „Beides ist toll. Wobei guter Wein vergleichsweise einfacher zu machen ist als ein guter Song – zumindest wenn du Spitzenleute am Start hast. Einen guten Song zu schreiben ist Glückssache. Der fällt einem zu oder eben nicht.“ Den Titel des Films schlug Meier selbst vor. „Es ist keine Kokettiererei, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen: ‚Ich habe diesen Erfolg geschafft.’ Denn die Dinge fallen mir einfach zu. Das gilt auch für andere Bereiche. Dieter Meier ist ein Zufall.“ Wer schnell ist, kann bei diesem besonderen Abend noch dabei sein. Es gibt noch Resttickets.

Abaton: 25.1., 19.30 Uhr, 9 Euro, Resttickets hier

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