Mehrere Darsteller und Darstellerinnen vor dunklem Hintergrund, die Füße im Wasser
Mehrere Darsteller und Darstellerinnen vor dunklem Hintergrund, die Füße im Wasser
  • Wasser, überall Wasser! Klar: Das Familienstück „Herr der Diebe“ spielt schließlich in Venedig.
  • Foto: Thomas Aurin

„Herr der Diebe“: Für dieses Stück flutet das Schauspielhaus seine Bühne

Schon längst ist Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ ein echter Kinderbuchklassiker. Im Schauspielhaus bringen Regisseur Markus Bothe und sein Team das spannende Abenteuer als Familienstück auf die Bühne – mit einem spielfreudigen Ensemble und ein paar Überraschungen.

Wasser? Die Jungen und Mädchen im Publikum recken und strecken sich. Und tatsächlich: Wasser! Die ganze Bühne ist geflutet. Denn „Herr der Diebe“ spielt in der Lagunenstadt Venedig: bildhübsch, geheimnisvoll, bedroht. Dorthin hat es die beiden Hamburger Brüder Bo und Prosper auf der Flucht vor ihrer schrecklichen Tante Esther verschlagen. Sie schließen sich einer Jugendbande an, deren Anführer der „Herr der Diebe“ ist.

„Herr der Diebe“: Für Kinder ab 9 Jahren

Der zwielichtige Hehler Barbarossa vermittelt ihnen einen Auftrag: Sie sollen den hölzernen Flügel aus einer Villa stehlen, der zu einer Löwenfigur auf einem sagenumwobenen Karussell gehört. Wer auf ihm fährt, kann entweder jünger oder älter werden. Und für manche ist das eine verlockende Aussicht …

Bei Familienstücken auf der großen Bühne lassen die Theater ihre Werkstätten glänzen. So auch hier: Neben dem gewässerten Boden hebt und senkt sich eine gewaltige Gerüst-und-Netz-Konstruktion von der Decke, die das Versteck der Jugendlichen darstellt. Die Schauspieler:innen schlüpfen bisweilen ratzfatz in völlig unterschiedliche Rollen (Jonas Hien etwa von Tante Esther zu Hehler Barbarossa). Die Rollen der Jugendbande werden großartig von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater verkörpert.

Familienstück nach Bestseller von Cornelia Funke

Zu Livemusik sind ein paar echte Lied-Knüller zu hören (besonders Markus John mit „Kinder sind ieeehhh!“). Nur die handlungsfernen Mahnungen vor der kommenden Venedig-Klimaapokalypse sind etwas fehl am Platz. Insgesamt aber ein rundes, buntes, spaßiges Theaterabenteuer mit einer frohen Botschaft: „Ich kann sein, was ich will!“

Schauspielhaus: bis 15.1., diverse Zeiten, 9-31 Euro, Tel. 24 87 13

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