• Ende der Vierziger sind Menschen in ihrem Leben am unglücklichsten. 
  • Foto: Getty Images/Tetra images RF

Wie nah sind Sie dran?: Studie – in diesem Alter sind wir am unglücklichsten

Hanover –

Männer, die mit Mitte 40 plötzlich Hobby-Imker werden, sich teure Sportwagen kaufen oder jungen Frauen hinterherschauen, stecken oft in der Midlife-Crisis. Doch hinter dem Klischee, dass Menschen zwischen 40 und 50 Jahren plötzlich ihr Leben umkrempeln möchten, steckt mehr. 

Der Wirtschaftswissenschaftler David G. Blanchflower vom Dartmouth College in Hanover (New Hampshire, USA) hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass Menschen mit Ende 40 ihren emotionalen Tiefpunkt erreicht haben. Nicht nur Männer sind davon betroffen – die Forscher konnten zeigen, dass Menschen unabhängig vom Geschlecht, Einkommen oder in welchem Land sie leben, am Ende ihrer Vierziger am unglücklichsten sind.

Glück verläuft in U-Form

Wie glücklich wir im Leben sind, hat also auch viel mit dem Alter zu tun. Blanchflower zeigt in seiner Studie, dass das Glücklichsein in einer U-Form verläuft. Sind die Menschen in jungen Jahren noch glücklich, nimmt dieses Gefühl immer mehr ab, bis es bei in den westlichen Ländern bei 47,2 Jahren und in den Entwicklungsländern bei 48,2 Jahren auf dem Tiefpunkt ist. Für die Untersuchung befragte der Wissenschaftler mit seinem Team in 132 Ländern 500.000 Umfragen durchgeführt.

Die gute Nachricht: Mit steigendem Alter geht es auch mit dem Glücksgefühl wieder bergauf.

Einkommen oder der Beziehungsstatus spielen keine Rolle

Um zu zeigen, dass Glücklichsein mit dem Alter zusammenhängt, haben die Forscher auch weitere Faktoren wie das Einkommen, ob jemand berufstätig ist, wie die Lebensstandards sind, ihre politischen Ansichten und der Beziehungsstatus mit berücksichtigt. Doch unabhängig von ihrem Einkommen oder ob Menschen Single oder in einer Partnerschaft sind, der emotionale Tiefpunkt immer ungefähr im gleichen Alter – Ende 40.

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„Ich denke, dass etwas ganz natürliches abläuft. Die familiäre Situation und die Karrierebildung stehen fest und sind geklärt. Menschen denken realistisch über das, was sie machen können und das Leben wird besser“, sagt David G. Blanchflower dem Magazin „MEA WorldWide“ über den U-förmigen Verlauf des Glücklichseins. (rha)

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