• Hier verraten MOPO-Redakteurinnen und Redakteure ihre Lieblingsserien.
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Serien-Tipps der MOPO-Redaktion: So wird die stille Nacht zur Streaming-Nacht

Ist ja so: Dieses Jahr ist alles anders. Abende, die normalerweise vielleicht mit Völlerei im Kreise der Familie oder Glühwein mit den Kumpels ausgefüllt würden, bleiben in der Weihnachtszeit 2020 merkwürdig leer. Müssen sie aber nicht – denn wenn Sie auf Serien stehen, haben wir hier etwas für Sie: Zehn Tipps, mit denen in den nächsten Tagen garantiert keine Langeweile aufkommt. Ganz egal, ob Sie auf Action, Romantik oder Märchenhaftes stehen.

„Weihnachten zu Hause“

Worum geht’s?

Die Mittdreißigerin Johanne tischt ihrer Familie beim Adventsessen Anfang Dezember die Lüge auf, dass sie verliebt ist und sich in einer glücklichen Beziehung befindet. Noch schlimmer: Sie verspricht, ihre Liebe zum Weihnachtsfest mitzubringen. Deswegen begibt sie sich auf die verzweifelte Suche – probiert Speed- und Internet-Dating aus, hat was mit einem jüngeren und einem älteren Mann und auch was mit ihrer Krankenschwester-Kollegin. Ob sie zum Weihnachtsessen mit Partner auftaucht, das lasse ich hier lieber offen!

Warum lohnt sich das Einschalten?

Ich hatte sofort Lust auf die Serie, als ich mitbekam, dass sie norwegisch ist. Originaltitel: „Hjem til jul“. Ich liebe Skandinavien und habe auch mal eine Zeit lang in Schweden gelebt. Ich empfand die Weihnachtszeit dort tatsächlich noch ein bisschen schöner. Das Lichterfest „Lucia“ am 13. Dezember, viel Dunkelheit und Schnee, süße kleine Fußgänger-Gassen, „falunrote“ Holzhäuser (Sie wissen schon, die typisch skandinavische Hausfarbe) und komplette Gemütlichkeit zur „Fika“ mit Zimtschnecken und Tee – all das gibt’s auch in „Weihnachten zu Hause“. Und obendrauf kommt die sympathische und herrlich-witzige Protagonistin Johanne (Ida Elise Broch), in der sich jeder, der mal Single war, wiederfindet. Seit Kurzem läuft sogar Staffel 2, juhu!

Wo läuft das?

Auf Netflix

„Liebe und Anarchie“

Worum geht’s?

Um die Unternehmensberaterin Sofie, die einem angestaubten Stockholmer Verlag zu neuem Glanz verhelfen soll. Im Büro hat die verheiratete Frau und zweifache Mutter einen heißen Flirt mit dem jungen IT-Experten Max. Die beiden fangen an, sich Aufgaben zu stellen, die mehr und mehr alle gesellschaftlichen Normen verprellen.

Liebe und Anarchie

Liebe und Anarchie ist eine turbulente Komödie in Serienform.

Foto:

Netflix

Warum lohnt sich das Einschalten?

Ständiges heimliches Masturbieren, einen Tag lang im Büro nur rückwärts laufen, Marihuana beim Vortrag auf der Buchmesse: Beim Gucken konnte ich teilweise vor Lachen nicht mehr! Die Serie führt einem auf irrwitzige Weise vor Augen: Wenn man etwas in seinem Leben wirklich nicht will, kann man jederzeit daraus ausbrechen!

Wo läuft das?

Auf Netflix

„Der starke Hans“

Worum geht’s?

Schon als kleine Kinder waren Sarah und Hans dicke Freunde – sie eine Prinzessin, er ein Handwerkerjunge aus dem Dorf. Auch als Erwachsene verbindet sie dieses starke Band. Nur Hans kann Sarah helfen, als im Brunnen das Wasser versiegt und sie sich in den Zauberwald aufmachen muss, um die Ursache zu finden. Dumm nur, dass Hans gerade auf Wanderschaft ist.

Warum lohnt sich das Einschalten?

Düstere Wälder, ein paar mutige Freunde, gruselige Hexenwesen und eine zauberhafte Prinzessin. Natürlich kann auch „Der starke Hans“ nicht ohne die typischen Märchen-Zutaten, ist ja schließlich frei nach den Brüdern Grimm. Allerdings ist die Prinzessin hier kein zartes Mäuschen, sondern eine starke Heldin („Als Frau kann ich genauso gut dafür sorgen, dass Handwerker und Bauern im Dorf Arbeit und Auskommen haben!“), und das war ja mal längst überfällig. Der Film ist Teil der ARD-Reihe „Sechs auf einen Streich“, in der es mittlerweile 51 Folgen gibt, die alle in der Mediathek abrufbar sind. Die drei neuen Filme werden erstmals auch mit Gebärdensprache oder als Hörfilm gezeigt – damit zum Ausklang des Jahres auch wirklich jeder etwas Märchenhaftes erleben kann.

Wo läuft das?

In der ARD-Mediathek (und am 26.12., 13.50 Uhr, im Ersten)

„Top Boy“

Worum geht’s?

Gangs, Drogen, Gewalt: „Top Boy“ spielt auf den schmutzigsten Straßen Londons. Ein junger Mann wird unverhofft zum Anführer eines Drogenrings – dabei sollte er eigentlich als Vorbild für seine Brüder fungieren, deren Erziehungsberechtigter er seit dem Tod der Eltern ist. Gleichzeitig verschieben sich auch in einem anderen Kartell die Machtverhältnisse, dort übernehmen zwei jamaikanischstämmige alte Dealer-Haudegen das Ruder. Es kommt zum Konflikt der beiden Gangs, der von schlimmen Gewaltausbrüchen geprägt ist