• Kinder lieben es, im Planschbecken zu baden. Doch Eltern sollten auf die Wasserqualität achten.
  • Foto: picture alliance / dpa /Carmen Jaspersen

Keim-Gefahr: Wie ungesund ist abgestandenes Wasser im Planschbecken für mein Kind?

Köln –

Temperaturen deutlich über 30 Grad in Hamburg und im ganzen Norden – da hilft am besten eine Abkühlung im Wasser! Für Kinder eignet sich dazu ein Planschbecken in Garten oder Hof. Doch wie oft sollte man das Wasser wechseln, damit der Badespaß ungetrübt bleibt?

Ist der Mini-Pool nicht abgedeckt, landen Insekten und Laub im Wasser, die Kinder bringen Erde und Gras hinein. Bei starker Wärme können sich Keime und Mikroben vermehren. Die Gefahr, in einem privaten Planschbecken zu erkranken, stuft Christina Otto, Leiterin des Fachgebietes Mikrobiologie des Trink- und Badebeckenwassers im Umweltbundesamt, gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ generell als gering ein. Ein hygienisches Risiko sei aber nicht komplett auszuschließen.

Babys können Keime im Wasser noch nicht abwehren

Der TÜV Rheinland empfiehlt daher, das Wasser möglichst täglich zu wechseln. Das sei besonders für Babys wichtig, die Keime noch nicht so gut abwehren können. Für ältere Kinder genüge es, das Wasser spätestens alle drei Tage zu wechseln. Das Wasser sollte unbedingt immer komplett erneuert werden. Es genüge nicht, bloß frisches Wasser dazu zu geben.

Das abgestandene Wasser eignet sich sogar mit Sonnencreme- oder Schmutzresten gut zum Blumengießen. „Das ist im herkömmlichen Rahmen unproblematisch. Kommt das Wasser nicht kalt aus der Leitung, sondern ist etwas wärmer, ist es sogar angenehmer für die Pflanzen“, sagt Patricia Steinborn vom Zentralverband Gartenbau e.V.. Vorsichtig müsse man nur sein, wenn dem Wasser – wie oft in größeren Pools – Algenstopp oder Chlor beigesetzt sei. „Dann müsste man genau gucken, welches Produkt wie lange im Wasser ist und welche Pflanzen damit gegossen werden können“, so Steinborn weiter.

Planschbecken nur mit klarem Wasser reinigen

Ist das Becken einmal leer, sollte es bei dieser Gelegenheit von innen mit klarem Wasser gereinigt werden. Algenreste oder hartnäckigen Schmutz kann man mit einem Lappen abwischen. Wichtig: Zum Saubermachen nur weiche Lappen verwenden, da harte Borsten und Schwämme die Folie beschädigen könnten. Reinigungs-, Desinfektions- oder Spülmittel sind nicht nötig. Sie greifen die Kinderhaut an und schaden zudem der Poolfolie. Anschließend das Becken am besten mit einer Folie oder Plane abdecken, damit das Wasser sauber bleibt. (twe)

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