So könnte es nach dem Corona-Lockdown auf den deutschen Autobahnen aussehen. 
  • So könnte es nach dem Corona-Lockdown auf den deutschen Autobahnen aussehen. 
  • Foto: picture alliance/dpa

Hamburger Experte: Dieses Verkehrsmittel ist der klare Corona-Gewinner

Hamburg –

Große Reiselust bei den Deutschen – damit rechnet der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschwoski. Besonders auf den deutschen Straßen und Autobahnen könnte es voll werden, denn das Auto werde nach Ende des Corona-Lockdowns das bevorzugte Mittel zum Urlaub machen, prophezeit er. Abstandsregeln und Maskenpflicht seien für die Reise per Flugzeug, Schiff oder Bahn „Atmosphärekiller“.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung könnte Urlaub mit dem Auto sogar zur Normalität werden. Der Corona-Lockdown habe die Sehnsucht nach Urlaub geweckt: Großstädter und Menschen in Ballungsgebieten packt die Reiselust laut Unfrage am meisten (76 Prozent).

Hamburg: Dieses Verkehrsmittel profitiert durch Corona

Ähnlich sieht es bei Singles aus (78 Prozent). Auch Familien mit jugendlichen Kindern schrecken vor dem Sommerurlaub nicht zurück (68 Prozent). Den Unterschied machten vor allem junge Leuten, dafür sei die „Fridays for Future“-Bewegung verantwortlich, erklärt der Forscher. Mit Blick auf den Klimaschutz würden sie ihre Reisegewohnheiten in Frage stellen und ändern.

Urlaubszeit: ADAC kündigt Staugefahr an

Auch der ADAC kann sich die Vorhersagen des Zukunftsforschers gut vorstellen. „Deswegen werden die Autobahnen sicher auch in diesem Reisesommer voll werden“, sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Vor allem Urlauber, die Richtung Süden gefahren wären, könnten als Alternative ein Reiseziel innerhalb Deutschland anpeilen.

Der Verkehr werde aber nicht nur an den Baustellen und in Ballungsräumen ins Stocken kommen. „Neben den Autobahnen könnten in diesem Jahr auch viele Nebenstrecken stärker belastet sein, wenn Reisende ganz bewusst Urlaub in Deutschland machen und nicht zwingend schnell vorankommen müssen oder wollen“, so der ADAC-Sprecher. Das bestätigt auch der Reisekonzern „DER-Touristik“ und berichtet, dass vor allem Urlaub im eigenen Land und auch in Österreich stark gefragt sei.

Urlaub trotz Corona: Hauptsache weg von zu Hause

Vor lauter Staugefahr sei der Urlaub auf Balkonien für viele Deutsche weiterhin attraktiv, schätzt der Zukunftsforscher. Doch das eigene Zuhause sei keine Dauerlösung. Der Mensch habe einen Drang nach Bewegung. Automobilität sei auch immer Erlebnismobilität. „Das Wohin der Reise erscheint beinahe zweitrangig. Das Ziel heißt: frei sein“, glaubt Opaschowski. Eines sei sicher: „Auto und Urlaub werden nach der Krise die großen Gewinner sein“. (dpa/mp)

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