Sheila de Liz ist Deutschlands begehrteste Frauenärztin.
  • Sheila de Liz ist Deutschlands begehrteste Frauenärztin.
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Pille? Spirale?: Diese Frau hat den Verhütungs-Durchblick

Ob Pille oder Spirale: Verhütung ist – bis auf das Kondom und die männliche Sterilisation – immer noch Frauensache. Doch wie findet man das richtige Verhütungsmittel und wie sehr verändert die Pille tatsächlich den Hormonhaushalt? In der aktuellen Podcast-Folge von „Frau FM – laut und weiblich” räumt die Vollblut-Medizinerin Dr. Sheila de Liz mit allerlei Mythen über Spirale, Hormone und Co. endlich auf. 

Gynäkologin Dr. Sheila de Liz (52) aus Wiesbaden ist Expertin auf dem Gebiet – und mittlerweile durch TV-Auftritte und einem eigenen YouTube-Kanal zu Deutschlands wohl bekanntester Frauenärztin geworden. Bei der Bestseller-Autorin („Unverschämt – Alles über den fabelhaften weiblichen Körper“) gilt: Keine Tabus! Über alles darf gesprochen – oder geschrieben – werden. 

Pille und Co.: Das sind die Vor- und Nachteile

Zu viele Hormone, zu wenig Flexibilität, ein Fremdkörper in der Gebärmutter oder jedes Mal vorm Sex „Gummi drüber“: Es ist schon so eine Sache mit der Verhütung. Richtig unkompliziert ist da eigentlich nichts und jede Methode hat seine Vor- und Nachteile, die Frau (und Mann) ganz individuell für sich abwägen müssen. Auch Dr. Sheila de Liz sagt: „Das optimale Verhütungsmittel gibt es nicht. Es ist immer noch so, dass die Frau irgendetwas an sich manipulieren oder einnehmen müssen. Ausnahme ist dann natürlich das Kondom.” 

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Die Pille ist immer noch die beliebteste Verhütungsmethode überhaupt und viele Frauen schwören bis heute auf sie. „Vor allem für Teenies und junge Frauen ist die Pille am unverfänglichsten, auch gerade bei starken Regelschmerzen.” Die Gynäkologin räumt ein, dass es immer viel Kritik an der Pille gibt, vor allem was die Nebenwirkungen angeht – aber viele Frauen werden auch nicht wirklich gut darüber aufgeklärt.

Überraschung: Die Pille ist undramatischer, als viele denken

Dabei sagt de Liz, dass von den hormonellen Verhütungsmethoden, wie zum Beispiel der Hormonspritze, die Pille die ist, die in Sachen Hormonhaushalt relativ undramatisch ist: „Die Periode setzt nach dem Absetzen spätestens nach acht Monaten wieder ein. Der Körper macht dann schnell so weiter wie bisher.”

Problematisch sei die Pille laut de Liz aus folgenden Gründen: „Frauen spüren sich oft nicht mehr richtig, fühlen sich durch die Pille psychisch verändert und ein bisschen wie fremdgesteuert. Viele werden von der Stimmung oft immer depressiver, auch die Libido lässt bei vielen nach. Migräne, Zwischenblutungen oder gibt Pickel können zudem auftreten.“

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an hormonfreier Verhütung

Frauen, die ohne Hormone verhüten wollen, haben mittlerweile eine große Auswahl an Methoden. Aber dazu sagt de Liz: „Das kann man alles machen, wenn es eben kein Beinbruch ist, wenn man dann doch schwanger wird.”  Unkompliziert seien die Dinge, die man in die Gebärmutter tut, also Kupferspirale, Kupferkette oder Kupferball. „Kupferspirale und Kupferkette arbeiten gleich, durch die Kupfer-Ionen, die abgegeben werden, machen sie in der Gebärmutter eine spermienfeindliche Atmosphäre. Das Einsetzen ist schmerzhaft, aber geht relativ schnell. Man ist dann für mehrere Jahre dauerhaft geschützt. Das ist natürlich ein Vorteil.”

Es sei selten, dass ein Verhütungsmittel für das ganze Leben passt, so die 52-Jährige weiter. „Einfach, weil sich der Körper circa alle sieben Jahre verändert. Hier sollte man immer wieder neu mit seinem Frauenarzt oder seiner Frauenärztin gucken”. Und ergänzt: „Wir Ärzte mögen es, wenn Patientinnen strukturiert in die Sprechstunde kommen, sich vorher vielleicht schon informiert haben, Das hilft uns sehr.“ 

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