Liverbirds
  • Vier junge Mädchen traten 1964 das erste Mal im „Star-Club“ auf und sorgten für Furore: die „Liverbirds“
  • Foto: Günter Zint/panfoto

„The Liverbirds“ – die erste Frauen-Rockband der Welt

Wenn die Zeit nicht so patriarchalisch geprägt gewesen wäre, und wenn sich die vier jungen Frauen nicht in ihre Rollen als Gattin und Mutter gefügt hätten, dann, ja, dann würden die „Liverbirds“ in einem Atemzug genannt mit den „Beatles“, mit Jimi Hendrix, den „Rolling Stones“ und den „Kinks“. Aber „hätte”, „wenn“ und „wäre“ gelten eben nicht. Und so ist die erste weibliche Rockband der Musikgeschichte längst in der Versenkung verschwunden…

Das dachten wir jedenfalls. Aber es scheint, als würden die „Liverbirds” spät, sehr spät, doch noch zu Ruhm und Anerkennung kommen. In Liverpool gab es – bis Corona ausbrach – ein sehr erfolgreiches Musical, das die Geschichte der vier jungen Frauen erzählt: „Girls Don’t Play Guitars“ heißt es. Und nun will sogar Hollywood den Stoff verfilmen.

Mary Dostal erinnert sich an die Zeit im „Star-Club“

Mary Dostal
Mary Dostal spielte bei den „Liverbirds“ die Bassgitarre. Sie lebt immer noch in Hamburg und erzählt die Geschichte ihrer Band.

Eigentlich ein Wunder, dass das nicht längst geschehen ist. Denn ganz ehrlich: Kein Drehbuchautor hätte sich diesen Plot besser ausdenken können. Eine geradezu märchenhaft anmutende Story: Es war einmal in Hamburg, im berühmten „Star-Club“ …

Es ist der Abend des 28. Mai 1964, als „The Liverbirds“ dort zum ersten Mal auftreten. Wie das Hamburger Publikum die vier Backfische aus Liverpool fand und warum nicht viel fehlte an der Weltkarriere – das hören Sie in unserem Podcast.

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