Götz Barner
  • Götz Barner ist auf dem Kiez als „The White Dandy“ bekannt
  • Foto: Röer

Götz Barner: Er ist der „White Dandy“ von St. Pauli

Im Takt seines Ganges schwingt der weiße, fast bodenlange Fellmantel die Davidstraße entlang. Darunter weißes Hemd, weißer Anzug, weißes Haar. So kennen die Menschen St. Paulis „The White Dandy“. Ein Kiez-Original, Lebenskünstler, Freigeist sei er, so sagen die Leute. Doch das hört er nicht gerne. „Ich bin kein Objekt. Ich bin einfach nur Götz Barner. Ein Mensch, der seit fast 40 Jahren auf dem Kiez wohnt.“ Dabei könnte sein Leben Bände füllen. 

Drogen, Sex und eine Ausbildung zum Diakon: Barners Leben darf als bewegt bezeichnet werden. Röer
Götz Barner
Drogen, Sex und eine Ausbildung zum Diakon: Barners Leben darf als bewegt bezeichnet werden.

Götz berichtet von Drogenarien, Sexorgien bei Bhagwan in Indien und revolutionären Bühnenauftritten. Von der Zeit als er noch „Bruder Barner“ war und eine Ausbildung zum Diakon machte. Von den Jahren, in denen er mit Corny Littmann und der schwulen Theatergruppe „Brühwarm“ durch die Lande tourte, das Jugendamt die Ausweise vor der Tür kontrollierte und sie schrill waren „bis zum geht nicht mehr“. 

Er berichtet von seiner Zeit mit Rio Reiser und seinem Haschischbeet hinter dem „Ton-Steine-Scherben“-Haus in Fresenhagen. Von den Jahren, als er Schmuck für große Unternehmen fertigte. Und vom Kiez, „der Leiche, die man pflegt und künstlich beatmet.“ Die MOPO-Reporter Wiebke Bromberg und Marius Röer trafen den „White Dandy“ im „Erotic Art Museum“ auf St. Pauli.

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Die neue Podcast-Folge „Kiezmenschen“ gibt’s regulär jeden Freitag ab 17 Uhr auch hier: 

Von Glamour bis Gosse, von Blaulicht bis Rotlicht: Originale gibt es auf St. Pauli so einige. Im MOPO-Podcast „Kiezmenschen“ zeigen wir Ihnen starke Frauen, protzende Kerle und Kultfiguren ihre Welt. Herzlich, persönlich, nah dran. Parallel dazu gibt es jeden Samstag in der MOPO AM WOCHENENDE eine ausführliche Reportage.

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