• Foto: imago images/Bernd März

Wie in Österreich: Trotz Corona: Massenandrang auch in deutschen Skigebieten

Oberwiesenthal –

Dicht gedrängt stehen die Besucher an den Liften, rodeln fröhlich über die Pisten und parken ganze Ortschaften dicht. Unfassbar! Die Bilder aus den völlig überlaufenen Skigebieten in Österreich machen sprachlos. Doch auch in deutschen Skigebieten ist fast genau das Gleiche los – und das vor allem im Erzgebirge in Sachsen, also dem Bundesland, in dem die Inzidenz mit Abstand am höchsten ist und es die strengsten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gibt.

Mindestabstände und Mund-Nasen-Schutz? Häufig Fehlanzeige. Hunderte Einheimische und Touristen tummelten sich im Erzgebirge. Wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet, herrschte am Wochenende dichtes Gedränge auf der Kammloipe, am Alten Zollhaus an der sächsisch-tschechischen Grenze sowie auf den Rodelstrecken am Fichtelberg.

Erzgebirge: Polizei stellt massive Verstöße fest

Schon am ersten Weihnachtsfeiertag seien die Hänge und Loipen wie zu Zeiten ohne Pandemie besucht gewesen und auch am Wochenende habe es wieder einen Ansturm gegeben. Am Fichtelberg und entlang der Grenze sei kaum ein freier Parkplatz zu finden gewesen – und das, obwohl die Skigebiete wegen des Lockdowns geschlossen sind. 

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Allein in Oberwiesenthal hat die Polizei 106 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt. Ein teurer Spaß: Laut Bußgeldkatalog sind bei unzulässiger Gruppenbildung wie auch bei Nichteinhaltung des Mindestabstandes 150 Euro fällig, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht 60 Euro.

Auch Verstöße gegen die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen werden mit Bußgeldern ab 150 Euro geahndet.

In Sachsen darf die Wohnung laut Corona-Schutzverordnung nur aus triftigem Grund verlassen werden. Für Sport oder Einkaufen gilt ein 15-Kilometer-Radius. Vom 24. bis zum 26. Dezember waren lediglich die Kontaktbeschränkungen gelockert worden. 

Gedränge auch im Sauerland und Schwarzwald

Großen Andrang gab es laut der „Westfalenpost“ auch in Winterberg im Sauerland. Tausende Tagestouristen seien unterwegs gewesen. Rund um den Höhenort Dobel im Schwarzwald waren ähnliche Bilder zu sehen.

Allerdings griff die Polizei dort laut „Pforzheimer Zeitung“ durch. Die Beamten sperrten die Zufahrtsstraßen nach Dobel. Nur Anlieger und Busse durften die Kontrollstellen der Polizei passieren. (wb/rnd)

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