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Wegen pöbelnder Besucher: Licht aus im Delmenhorster Weihnachtshaus

Delmenhorst –

Licht aus im Weihnachtshaus: Die 60.000 Lichter des beliebten Weihnachtshauses der Familie Borchart in Delmenhorst wurden endgültig abgeschaltet. Grund sind pöbelnde Besucher, die die Corona-Regeln nicht einhalten wollten.

Seit genau 20 Jahren ist das Delmenhorster Weihnachtshaus DAS regionale Highlight in der Adventszeit. Jedes Jahr wurde es mit ein paar mehr Lichtern dekoriert, in diesem Jahr waren es bereits 60.000. Doch die leuchten nun nicht mehr: Aufgrund des unverantwortlichen Verhaltens der Besucher hat das Ehepaar Borchart sie abgeschaltet.

Corona-Regeln nicht eingehalten: Das Aus für das Weihnachtshaus

„Die haben sich benommen wie die Tiere“, empört sich Besitzer Sven Borchart im Interview mit dem NDR. Nach der Ankündigung des erneuten Lockdowns seien die Besucher des Weihnachtshauses „völlig durchgedreht“, so Borchart. Er habe „zig Ansagen“ gemacht, dass auf die Sicherheitsabstände geachtet werden solle – ohne Erfolg. „Ich bin vor meinem Haus beschimpft worden“, berichtet der Weihnachtshaus-Besitzer.

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Bereits am ersten Adventswochenende war der Andrang auf das Weihnachtshaus so groß gewesen, dass es ein Verkehrschaos gegeben hatte, die Polizei anrücken musste und Sven Borchart vorübergehend den Strom abstellte. Das erneute Abschalten der Lichter ist jetzt endgültig: „In diesem Jahr bleibt das definitiv aus. Die Besucheranstürme würden aufgrund der Weihnachtstage und des Lockdowns noch größer werden“, erklärte Sven Borchart der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

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Eigentlich verfolgte Sven Borchart gemeinsam mit seiner Frau Martina mit dem Weihnachtshaus einen guten Zweck.

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Unverantwortliche Besucher: Weihnachtshaus kann guten Zweck nicht mehr erfüllen

Dabei hatte das Weihnachtshaus neben begeisterten Besuchern noch einen weiteren Zweck. Wie Borchart dem NDR berichtete, sammele seine Familie mit dem Weihnachtshaus Spenden für heiltherapeutisches Reiten an einer Förderschule – und „wenn es das Weihnachtshaus nicht mehr gibt, wird es auch das Reitangebot nicht mehr geben“, so Borchart.

Wie enttäuscht und wütend der Weihnachtshaus-Besitzer ist, zeigte er im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir haben da zighundert Arbeitsstunden und tausende Euro hineingesteckt. Wir haben versucht, Licht ins Dunkle zu zaubern und nicht damit gerechnet, dass das mit Füßen getreten wird. In 20 Jahren Weihnachtshaus haben wir noch nicht erlebt, dass die Leute sich so benehmen“, so Borchart. (prei)

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