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Waldbrände in Kalifornien und Oregon: Zehntausende Menschen auf der Flucht

San Francisco –

Es ist das schlimmste Inferno seit Menschengedenken: Die verheerenden Waldbrände an der US-Westküste haben bereits mindestens 26 Tote gefordert. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht vor den Flammen.

„Wir bereiten uns auf ein Massensterben vor“, erklärte Andrew Phelps von der Behörde für Katastrophenschutz in Oregon. Das ganze Ausmaß der Zerstörung sei noch nicht absehbar. 

Waldbrände an US-Westküste: Ganze Dörfer vernichtet

Die Feuer in Kalifornien, Oregon und Washington haben sich durch idyllische Landschaften gefressen. Sie haben ganze Dörfer vernichtet und so viel Rauch erzeugt, dass die Piloten der Wasserflugzeuge die Orientierung verloren. Für die akut von den Flammen bedrohte Stadt Portland hat der Bürgermeister den Ausnahmezustand verhängt.

Löschflugzeug

Ein Löschflugzeug wirft roten feuerhemmenden Schlamm auf einen Bergrücken ab, nachdem sich das Feuer nördlich von Los Angeles verbreitet hat.

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Zusammengerechnet sind bereits zwei Millionen Hektar Fläche in den drei Bundesstaaten zerstört worden. Zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Allein in Oregon hätten 40.000 Anwohner ihre Häuser verlassen müssten, teilte die Gouverneurin Kate Brown mit. 500.000 Menschen seien angewiesen worden, sich auf mögliche Evakuierungen vorzubereiten. Dutzende Menschen würden in den Brandgebieten vermisst.

Winde flauen ab. Feuerwehr schöpft Hoffnung

Laut Feuerwehr-Chef Doug Grafe kämpften Einsatzteams derzeit gegen 16 größere Brände an. Nach einer Hitzewelle mit starken Winden herrscht nun kühleres Wetter mit abflauenden Winden. Das würde nun bei den Löscharbeiten helfen, sagte Grafe.

Ausgebranntes Auto

Ein ausgebranntes Auto steht vor einem zerstörten Haus in Kalifornien.

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Im dem südlich an Oregon grenzenden Bundesstaat Kalifornien waren am Freitag über 14.800 Feuerwehrleute gegen 28 größere Feuer im Einsatz. Nach Angaben der Behörde Cal Fire forderten die Brände mindestens 19 Menschenleben, mehr als 3900 Gebäude wurden vernichtet.

Klimawandel aus Auslöser für die Feuer-Krise

„Wir befinden uns in einer Klimakrise“, erklärte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom am Freitag bei einem Ortsbesuch in den ausgebrannten Wäldern nahe der Ortschaft Oroville. Viele Wissenschaftler hätten diese Entwicklung schon vor Jahren vorausgesagt. Der Demokrat forderte zum verstärkten Kampf gegen den Klimawandel auf.

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Nach Einschätzung von Experten verschärft der Klimawandel Trockenheit, Hitze und Wetterextreme, die zu heftigeren Waldbränden beitragen. In diesem Jahr brannte in Kalifornien bereits eine Rekordfläche von mehr als 12.500 Quadratkilometern Land ab. Schon jetzt zählen sechs der derzeitigen Brände zu den 20 größten in der Geschichte Kaliforniens seit Beginn der Aufzeichnungen um 1930. (ng/dpa)

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