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Vom Manager zum Kritiker: Früherer Chef von McDonald’s warnt in Buch vor Fast Food

Ex-McDonald’s-Chef Harald Sükar aus Österreich warnt: Finger weg vom Fastfood. Sükar rechnet in seinem Buch mit der Branche ab.

Sükars Buch „Fast Food Falle“ beschäftigt sich mit dem schädlichen Essen von Fast-Food-Ketten und seiner neu entdeckten Leidenschaft für gesunde Ernährung. Sükar war selbst jahrelang ein guter Kunde der eigenen Kette, erzählte er dem österreichischen „Kurier„. Als er rund 110 Kilogramm wog, fing er an, sich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Er las verschiedene Studien und stellte fest, dass 10 Krankheiten durch ungesunde Ernährung ausgelöst werden. Darunter Diabetes, Arthritis und vier verschiedene Krebsarten.

Fast-Food schädigt die Arterien

Er lernte, dass Fastfood die Arterien schädigen kann, was zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führt. Süßstoffe, Transfette und E-Zusatzstoffe würden im Hirn wie Drogen wirken, so Sükar.

Die Fast-Food-Konzerne betreiben perfektes Marketing, erklärte Sükar gegenüber der österreichischen Zeitung. Dass man die Kalorien im Blick behalten könne, hält der österreichische Jurist allerdings für Augenwischerei. Mehr noch: Nach Zucker könne man süchtig werden.

Umwelt leidet unter den Fast-Food-Ketten

Auch die Umwelt müsse durch Fastfood-Ketten leiden, kritisiert Sükar laut stern.de: Antibiotika-Einsatz bei Hähnchen, Billig-Fleisch und bergeweise Plastikmüll – keine gute Bilanz.

Der Konzern verteidigt sich: Sükar arbeitet bereits seit 2006 nicht mehr für McDonald’s, seitdem habe sich im Unternehmen einiges getan. „Das Bild, das in diesem Buch von McDonald’s Österreich gezeichnet wird, entspricht nicht der gelebten Realität und spiegelt nicht die kontinuierlichen Entwicklungen des letzten Jahrzehnts wider.“

Mittlerweile verkauft McDonald’s auch Wraps und Salate, sogar ein veganer Burger wird mittlerweile angeboten. Außerdem sollen bis 2025 Verpackungen nur noch aus Recycling-Materialien hergestellt werden. (sr)

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