• Intensivpfleger im Einsatz auf einer Covid19-Station. (Symbolfoto)
  • Foto: picture alliance/dpa

Totschlag: Arzt soll Corona-Patienten todbringendes Medikament gegeben haben

Er soll schwerkranken Covid-19-Patienten ein todbringendes Medikament verabreicht haben: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den Oberarzt einer Essener Klinik erhoben. Sie wirft dem 45-Jährigen Totschlag in inzwischen drei Fällen vor.

Der Mediziner soll im November Patienten aus Essen, Gelsenkirchen und den Niederlanden unmittelbar lebensbeendende Arzneimittel verabreicht haben, die zum vorzeitigen Tod geführt haben sollen. Gegenüber der Polizei hatte er nach seiner Festnahme zu einem der Fälle ausgesagt, er habe das weitere Leiden des Patienten und seiner Angehörigen beenden wollen. Die Uniklinik sprach in einer Mitteilung davon, die Patienten hätten sich im „Sterbeprozess“ befunden.

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Die Klinik hatte nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft unverzüglich nach einem ersten Verdacht informiert und den Mediziner vom Dienst freigestellt. Er war am 18. November festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat er sich zuletzt nicht mehr zu den Vorwürfen geäußert. (dpa)

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