Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Pressekonferenz am 17.2.2021.
  • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei der Pressekonferenz am 17.2.2021.
  • Foto: dpa

Spahn warnt: Virus-Mutanten: „Müssen damit rechnen, dass sie auch bei uns dominieren“

Berlin –

Die nach ersten Erkenntnissen erheblich tödlichere und ansteckendere Virusmutation B.1.1.7 breitet sich in Deutschland immer stärker aus. Aktuell mache sie bereits mehr als 22 Prozent der Infektionen aus, erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch.

Vor zwei Wochen noch lag der Anteil der britischen Virusvariante nur bei sechs Prozent, jetzt ist er schon rund dreieinhalb Mal so hoch. Wie bereits aus anderen Ländern bekannt, verdoppele sich der Anteil der Variante wöchentlich, so Spahn. „Wir müssen damit rechnen, dass diese Variante auch bei uns die dominierende werden könnte.“

Virusmutante in Flensburg: Über die Hälfte der Corona-Fälle

Auch im Norden bereitet die Mutation Sorgen: In Flensburg werden schon mehr als die Hälfte der Corona-Fälle von ihr ausgelöst, die Kliniken rechnen nun mit einer dritten Welle, berichtet der NDR.

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Ermutigend sei jedoch, dass die Infektionszahlen in Deutschland trotzdem weiter sinken, so Spahn. „Das bedeutet, unsere Maßnahmen wirken.“ Dennoch sei bei künftigen Öffnungsschritten große Vorsicht geboten. Die Lage sei dynamisch, alle zwei Wochen müsse überprüft werden, „wo wir stehen“, so der Minister. Die südafrikanische Mutation des Virus macht derzeit rund 1,5 Prozent der Erkrankungen aus.

Gesundheitsminister Spahn: Selbsttests für Laien sollen im März kommen

Im Kampf gegen das Virus setzt die Bundesregierung auch auf Testungen: Ab dem 1. März sollen sich alle Bürger mit Schnelltests kostenlos testen lassen können. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Finanzierung hierfür zugesagt. Außerdem sollen Anfang März Selbsttests für Laien verfügbar werden, erklärte Spahn. Er mahnte aber auch: „Diese Tests ersetzten nicht die AHA-Regeln”, die PCR-Tests blieben der „Gold-Standard“. Alles hänge weiter von den Menschen ab: „Wir machen den Unterschied – jeden Tag.“

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