Demi Lovato fühlt sich weder als Mann noch als Frau.
  • Demi Lovato fühlt sich weder als Mann noch als Frau.
  • Foto: dpa/E Entertainment via PA Media

Sie sieht sich weder als Mann noch als Frau: Demi Lovato outet sich als nicht-binär

Los Angeles –

„Ich bin stolz, euch wissen zu lassen, dass ich mich als nichtbinär identifiziere“: Mit dieser mutigen Botschaft hat sich Pop-Superstar Demi Lovato (28) an ihre Fans auf Instagram gewandt. Heißt: Lovato selbst sieht sich weder als Frau, noch als Mann.

Mit kurzen Haaren, strahlendem Lächeln und klarer Stimme spricht Demi Lovato in die Kamera – und teilt mit der Welt ihr/sein Innerstes. Denn: Lovato wird von jetzt an die Pronomen „they/them“ verwenden, um zu zeigen, dass sie/er sich weder als Frau, noch als Mann sieht.

Demi Lovato: „Habe keine Vorliebe für ein bestimmtes Geschlecht“

„They/them“ sind genderneutrale Begriffe, die sich als sprachliche Regelung im Zuge der Gender-Debatte etwa in den USA und Großbritannien zunehmend durchsetzen. Schon 2019 sagte etwa Popstar Sam Smith, er/sie sehe sich als „non-binary“. „Gender“ steht im Allgemeinen für die soziale Geschlechtsidentität und meint vor allem die Selbstwahrnehmung.

Es sei eine Entscheidung, zu der Lovato nach viel Selbstreflexion und innerer Heilungsarbeit gelangt sei, lässt sie/er die über 100 Millionen Instagram-Follower wissen. Bereits im März sagte Lovato im US-Podcast „The Joe Rogan Experience“, dass sie/er pansexuell sei und damit keine Vorliebe für ein bestimmtes Geschlecht habe. Sich das selbst einzugestehen, habe lange gedauert, so Lovato damals.

Lovato: „Das Teilen mit Euch eröffnet für mich eine neue Ebene an Verletzlichkeit“

Vor allem auch, weil der Ex-„Camp Rock“-Star im christlich-konservativen US-Bundesstaat Texas aufwuchs. Der „Glamour“ sagte Lovato: „Mit zunehmendem Alter bemerke ich, wie queer ich wirklich bin“. „Queer“ wird sowohl als Sammelbegriff für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen, als auch als Selbstbezeichnung benutzt, um eine Identität jenseits von Kategorien wie „Mann“ und „Frau“ oder „heterosexuell“, „lesbisch“, „schwul“ wiederzugeben.

Für Lovato dürfte es kein leichter Schritt gewesen sein, sich öffentlich so nackt zu machen – in einer Welt, in der noch viel Unverständnis für fluide Geschlechteridentitäten und stattdessen Homophobie herrscht und der Hass in den sozialen Medien immer wieder neue Dimensionen annimmt.

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So räumt auch Lovato auf Instagram ein: „Das Teilen mit Euch eröffnet für mich eine neue Ebene an Verletzlichkeit.“ Aber: „Ich tue das für die, die bislang nicht in der Lage waren, ihrer Umgebung mitzuteilen, wer sie wirklich sind.“ Sie/er ermunterte weiter dazu, die eigene Wahrheit zu leben.

Sich öffentlich zu offenbaren und den eigenen, authentischen Weg zu teilen, hat Lovato schon in der Vergangenheit getan: Vor zwei Jahren überlebte sie/er eine Überdosis nur knapp und sprach danach schockierend ehrlich öffentlich über eine jahrelange Drogen -und Alkoholsucht und sexuelle Missbrauchserfahrungen. (alp/dpa)

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