Besonders hart traf das Erdbeben die Provinzhauptstadt Mamuju. 
  • Besonders hart traf das Erdbeben die Provinzhauptstadt Mamuju. 
  • Foto: Rudy Akdyaksyah/AP/dpa

Schweres Erdbeben in Indonesien: Dutzende Tote, Experten warnen vor Tsunami

Jakarta –

Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 in Indonesien warnen Experten in der Region West-Sulawesi vor einem Tsunami. Mindestens 35 Menschen kamen ums Leben, Hunderte wurden verletzte, etliche sind unter den Trümmern begraben. 

Sollte es stärkere Nachbeben geben, könne es zu Erdrutschen auf dem Meeresgrund kommen, die eine große Welle auslösen könnten, zitierte die Nachrichtenagentur Antara News die Agentur für Meteorologie und Geophysik. Wenn Menschen in Küstennähe weitere Erdstöße verspürten, sollten sie sich umgehend in Sicherheit bringen, ohne eine Tsunami-Warnung abzuwarten, sagte Agenturchef Dwikorita Karnawati.

Etliche Lebende unter den Trümmern eingeschlossen

Er erinnerte an das verheerende Beben der Stärke 7,5 im Jahr 2018 auf Sulawesi, als es nach dem Erdstoß nur drei Minuten dauerte, bis eine meterhohe Flutwelle die Stadt Palu und die umliegenden Gemeinden verwüstete. Mehr als 4000 Menschen fielen den beiden Naturkatastrophen zum Opfer.

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Bei dem Erdbeben am Freitag sind auf der indonesischen Insel Sulawesi mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer habe es in der Provinzhauptstadt Mamuju gegeben, zitierte der Sender Metro TV am Freitag den Chef des örtlichen Zivilschutzes, Darno Majid. Weitere 600 Menschen seien verletzt worden, 200 von ihnen schwer, teilte die nationale Such- und Rettungsagentur mit. Unter den Trümmern eingestürzter Häuser wurden noch weitere Opfer vermutet.

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Große Verzweiflung und Trauer, als Opfer aus den Trümmern eines Gebäudes geborgen werden.

Foto:

Yusuf Wahil/AP/dpa

Durch den Erdstoß wurden Dutzende Häuser zerstört oder beschädigt. Unter anderem stürzten zwei Krankenhäuser und das Gebäude der Lokalverwaltung in Mamuju ein, wie Muhammad Idris, Sprecher des Gouverneurs, mitteilte. „Wir versuchen gerade, Menschen aus dem Verwaltungsgebäude zu retten. Wir können ihre Stimmen hören, aber sie können sich nicht bewegen.“

Verschüttete können nicht gerettet werden, Geräte fehlen

Ein Video, das der Katastrophenschutz veröffentlichte, zeigte ein kleines Mädchen, das unter den Trümmern eines Hauses voller Schmerzen um Hilfe schrie. „Es sind dort vier Menschen, aber wir können nichts machen, weil wir kein schweres Gerät haben“, sagte eine Männerstimme in dem Video. In einem anderen Video zeigte ein Frau auf die Trümmer ihres Hauses und sagte: „Mein Kind ist da drin“. (dpa/wb)

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