Die Schauspielerin Uma Thurman spricht über ihre Abtreibung.
Die Schauspielerin Uma Thurman spricht über ihre Abtreibung.
  • Die Schauspielerin Uma Thurman spricht über ihre Abtreibung.
  • Foto: picture alliance/dpa | Andy Kropa

„Mein Herz war gebrochen“: Hollywood-Star spricht über Abtreibung

Diesen Satz auszusprechen, erfordert für Frauen immer noch viel Mut: „Ich habe abgetrieben“. Auch im Jahr 2021 ist das Thema ein Tabu. Viel schlimmer noch: Im US-Bundesstaat Texas ist seit drei Wochen ein Gesetz in Kraft, das Schwangerschaftsabbrüche unter (fast) allen Umständen zur Straftat macht. Um dagegen zu protestieren, hat Hollywoodstar Uma Thurman es öffentlich gesagt: „Ich habe abgetrieben“.

Das neue Gesetz verbietet Abtreibungen, sobald der Herzschlag des Fötus feststellbar ist. Das kann in der sechsten Woche der Fall sein – viele Frauen wissen dann noch nichts von ihrer Schwangerschaft. Ausnahmen von dieser Regelung sind nur in medizinischen Notfällen erlaubt, Vergewaltigung oder Inzest zählen nicht dazu.

„Entsetzen“, habe das Gesetz bei ihr ausgelöst, schreibt Uma Thurman in einem Gastbeitrag für die „Washington Post“. „Die Abtreibung, die ich als Teenager vornahm, war die schwierigste Entscheidung meines Lebens. Eine, die mir damals Schmerzen bereitet hat und mich sogar jetzt noch traurig macht.“

Uma Thurman protestiert gegen Abtreibungsgesetz

Die „Kill Bill“-Kinoheldin schreibt, wie es zu dem Abbruch kam: „In meinen späten Teenager-Jahren wurde ich unbeabsichtigt von einem deutlich älteren Mann schwanger. Ich lebte in Europa aus einem Koffer, weit weg von meiner Familie und war kurz davor, einen Job zu beginnen“, schreibt sie. Gemeinsam mit ihrer Familie traf sie dann die Entscheidung, die Schwangerschaft abzubrechen. „Mein Herz war gebrochen.“

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Heute sei sie aber froh über die Entscheidung. Ihre Kinder bekam sie erst später „mit Männern, die ich liebte und denen ich vertraute“. Uma Thurman ist dreifache Mutter: Sie hat eine Tochter (23) und einen Sohn (19) aus der Ehe mit Ethan Hawke und eine Tochter (9) aus der Beziehung mit Arpad Busson.

Die 51-Jährige schreibt, dass sie ihre Erfahrung teilt, um Frauen zu zeigen, dass sie sich nicht schämen müssen. Gegen das Anti-Abtreibungsgesetz in Texas engagieren sich viele Promis, darunter Reese Witherspoon, Kerry Washington und Pink. Die Sängerin warnte, das Gesetz werde „als Blaupause für ähnliche Gesetze in anderen Bundesstaaten dienen, wenn nichts getan wird“. (miri)

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