Zwei, die sich nicht mehr verstehen: Prinz Harry und Prinz WIlliam (l.). Harrys neues Buch könnte weiteres Öl ins Feuer gießen. (Archivbild)
Zwei, die sich nicht mehr verstehen: Prinz Harry und Prinz WIlliam (l.). Harrys neues Buch könnte weiteres Öl ins Feuer gießen. (Archivbild)
  • Zwei, die sich nicht mehr verstehen: Prinz Harry und Prinz WIlliam (l.). Harrys neues Buch könnte weiteres Öl ins Feuer gießen. (Archivbild)
  • Foto: dpa/AP | Martin Meissner

Harry befeuert Royal-Zoff: „Ich will eine Familie, keine Institution“

Ring frei für Prinz Harry: Im ewigen Schlagabtausch der britischen Royals läutet der 38-Jährige die nächste Runde ein. Er bedaure den Bruch mit seiner Familie, den es aus seiner Sicht gar nicht erst hätte geben müssen – wenn es da nicht noch eine gewisse andere Seite gäbe. Am Dienstag kommender Woche erscheinen Harrys Memoiren.

„Ich hätte gerne meinen Vater zurück. Ich hätte gerne meinen Bruder wieder“, sagte Prinz Harry in mehreren Ausschnitten eines Interviews, das der britische Sender ITV am Montag mit einem kurzen Trailer bewarb. Es soll am Sonntag, nur zwei Tage vor der geplanten Veröffentlichung der Biografie des 38-jährigen abtrünnigen Royals ausgestrahlt werden. Auch der US-Sender CBS kündigte bereits ein Interview zu dem als „explosiv“ bezeichneten Buch mit dem Titel „Spare“ (zu Deutsch: „Reserve“) an.

Prinz Harry: „Ich hätte gerne meinen Vater zurück“

In dem ITV-Interview stellt Harry klar: „Ich will eine Familie, keine Institution“ und resümiert, es habe „niemals so weit kommen müssen“. Er beklagt zudem, er und seine Frau Meghan (41) würden als Bösewichte dargestellt und es habe von anderer Seite „absolut keinen Willen zur Versöhnung“ gegeben.

Er beschwert sich aber auch, es seien Informationen weitergegeben und Gerüchte in die Welt gesetzt worden. Unklar ist, auf wen genau er sich mit seinen Äußerungen bezieht. In der Netflix-Dokumentation hatte er oft den Palastmitarbeitern oder den Boulevardmedien die Schuld für den Familienzwist gegeben – seltener seinem Bruder und Vater. Mit Spannung wird erwartet, ob er in den Memoiren noch weitere konkrete Vorwürfe aufbringt.

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Harry und seine Frau Meghan hatten sich mit den übrigen Royals überworfen und vor etwa drei Jahren vom engeren Kreis des Königshauses losgesagt. Besonders mit seinem Vater, König Charles III. (74), und seinem Bruder Prinz William (40), der inzwischen Thronfolger ist, hatte sich Harry zerstritten. Öffentliche Äußerungen und Vorwürfe, etwa in einem TV-Interview mit US-Talkshowlegende Oprah Winfrey, hatten den Graben noch vertieft.

Eine erhoffte Aussöhnung gab es weder nach dem Tod Prinz Philips im Jahr 2021 noch nach dem Tod Queen Elizabeths II. im September vergangenen Jahres. Zuletzt gossen Harry und Meghan mit einer sechsteiligen Netflix-Doku-Serie, in der sie ihre Sicht der Dinge darlegen, noch mal Öl ins Feuer. (dpa/mp)

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