Sorgte in Charleston für Verwirrung: Rap-Star Kanye West (43).
  • Sorgte in Charleston für Verwirrung: Rap-Star Kanye West (43).
  • Foto: imago images/UPI Photo

„Ich habe fast meine Tochter getötet“: Kanye West verwirrt bei Wahlkampfauftritt

Charleston –

Nach einem ewigen Hin und Her um seine Präsidenschaftskandidatur, scheint es Rap-Star Kanye West (43) offenbar doch ernst zu meinen mit seinen Ambitionen auf den Job im berühmten Oval Office. Er hielt seine erste Wahlkampfveranstaltung ab – und die verlief ziemlich chaotisch. 

Wie schon seine vorherigen Ansagen zu seinen angeblichen Präsidentschaftsambitionen sorgte West auch am Sonntag bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in South Carolina für Erstaunen. 

Kanye West wollte offenbar Tochter North erst nicht bekommen

So brach er während des Auftritts in Tränen aus, als er erzählte, dass sein Vater ihn habe abtreiben lassen wollen. „Meine Mutter hat mein Leben gerettet“, sagte der 43-Jährige. Er erzählte dann auch noch, dass er selbst bei seiner Frau Kim Kardashian auf eine Abtreibung gedrungen habe, als der Reality-TV-Star mit North – der ältesten Tochter des Paares – schwanger war. „Ich habe fast meine Tochter getötet! Ich habe fast meine Tochter getötet!“ rief West ins Publikum.

Der Musiker behauptete auch, die berühmte afroamerikanische Fluchthelferin Harriet Tubman (1820-1913) habe nie Sklaven befreit. Sie habe vielmehr die Sklaven „für andere weiße Leute arbeiten lassen“. Tubmans Leben ist Thema des Films „Harriet – Der Weg in die Freiheit“ aus dem vergangenen Jahr. Zu der Wahlveranstaltung des Rappers in Charleston waren nur geladene Gäste zugelassen.

Eigentlich galt der Rapper als Trump-Anhänger

West trug eine kugelsichere Weste mit der Aufschrift „Sicherheit“. Die Teilnehmer mussten sich laut US-Medienberichten in einer schriftlichen Erklärung dazu verpflichten, während der Veranstaltung Masken zu tragen und Abstand zu anderen Gästen zu halten. West hatte am Unabhängigkeitstag am 4. Juli zur allgemeinen Überraschung angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl im November antreten zu wollen. Seitdem wird in den USA gerätselt, wie ernst er es damit wirklich meint.

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West galt lange als glühender Anhänger von Präsident Donald Trump. Zuletzt distanzierte er sich aber von dem Rechtspopulisten. Beobachter heben hervor, dass der Rapper in einigen heiß umkämpften Schlüsselstaaten Trumps designiertem Rivalen von der Demokratischen Partei, Joe Biden, schaden könnte, sollte West tatsächlich antreten und schwarze Wählerstimmen gewinnen. (dpa/alp)

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