• WikiLeaks-Gründer Julian Assange
  • Foto: picture alliance/dpa/PA Wire | Dominic Lipinski

Wegen Veröffentlichung: CIA wollte Julian Assange ermorden

Er ist ihnen schon lange ein Dorn im Auge: Laut einer Recherche von „Yahoo News“ sollen CIA-Mitarbeiter 2017 überlegt haben, den WikiLeaks-Gründer Julian Assange zu entführen – um ihn zu töten.

Seit 2012 ist Assange auf der Flucht vor den amerikanischen Behörden. Als der US-Geheimdienst CIA ihn töten wollte, hielt er sich in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. „Yahoo News“ beruft sich dabei auf Geheimdienstquellen. Letztendlich habe man sich jedoch gegen die Entführung und Ermordung entschieden – aufgrund von Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit.

Assange sollte entführt und ermordet werden

Die Diskussion soll zu einer Zeit stattgefunden haben, als WikiLeaks mit „Vault 7“ Informationen über Hackertätigkeiten der CIA veröffentlicht hatte. Die knapp 9000 Dokumente und Dateien gaben einen Überblick über die Spionage-Möglichkeiten der CIA, darunter Schadsoftware wie Viren und Trojaner.

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Die Aktion von WikiLeaks habe die CIA-Beamten so wütend gemacht, dass sie laut „Yahoo News“ nach „Optionen“ fragten, wie man Assange töten könne. Es habe im Gespräch mit der Trump-Regierung 2017 „keine Grenzen“ gegeben, so ein ehemaliger hochrangiger Beamter. Ex-CIA-Chef Mike Pompeo soll die Pläne nicht nur unterstützt, sondern auch befördert haben.

Die Recherche basiert auf Gesprächen mit mehr als 30 ehemaligen US-Beamten. Acht von ihnen sollen Details zu den Vorschlägen der CIA zur Entführung Assanges beschrieben haben. Pompeo und die CIA gaben keine Stellungnahme ab. (vd)

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