Sichergestelltes Geld im Korruptionsskandal im EU-Parlament
Sichergestelltes Geld im Korruptionsskandal im EU-Parlament
  • Die belgische Polizei veröffentlichte ein Bild von dem Geld, das in Zusammenhang mit dem Korruptionsskandal im EU-Parlament sichergestellt wurde.
  • Foto: Polizei, European Union 2022

Korruptions-Skandal: So sehen 1,5 Millionen Euro Schmiergeld aus

Bei den Korruptionsermittlungen in Brüssel gegen mehr als fünf Personen, eine davon Eva Kaili, Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, hat die Polizei seit Freitag beträchtliche Geldsummen sichergestellt. Sie fanden sage und schreibe 1,5 Millionen Euro Bargeld, meist in Plastikbeuteln.

Kaili wurde gestern offiziell abgesetzt, sie sitzt – wie ihr italienischer Lebensgefährte Francesco Giorgi – in Untersuchungshaft. Allein bei ihr fanden die Ermittler 160.000 Euro. Bei ihrem Vater stellte die Polizei 600.000 Euro sicher. Das Geld steckte in Plastikbeuteln und Taschen.

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Die belgische Polizei machte das seit Freitag gesammelte Bargeld öffentlich. Sie geht nun der Frage nach, woher das (Schmier-)Geld wirklich stammt.

Wie viele Politiker des EU-Parlaments ließen sich von Katar kaufen?

Bei den Ermittlungen gehe es um eine mutmaßliche kriminelle Organisation, versuchte Einflussnahme durch einen Golfstaat sowie Vorwürfe von Korruption und Geldwäsche, sagte die Behörde. Man habe seit mehreren Monaten den Verdacht, dass ein Golfstaat versuche, die politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen des EU-Parlaments zu beeinflussen. Medienberichten zufolge handelt es sich um Katar. Beträchtliche Geldsummen oder Sachgeschenke seien vermutlich an Personen im Parlament verteilt worden, die eine politische oder strategische Position innehätten. (mp)

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