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Ein russischer Soldat, der im Krieg gegen die Ukraine ums Leben kam, wird in seiner Heimat beerdigt.
  • Ein Bild mit Seltenheitswert: Ein russischer Soldat, der im Krieg gegen die Ukraine ums Leben kam, wird in seiner Heimat beerdigt.
  • Foto: imago/ITAR-TASS

Russische Zeitung veröffentlicht hohe Opferzahl in Ukraine – und löscht sie wieder

Die Kreml-nahe russische Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ sorgt für Wirbel: Das Blatt hat neueste hohe Zahlen angeblich in der Ukraine getöteter Russen veröffentlicht – und später wieder gelöscht.

In einem Online-Artikel vom Sonntag war unter Berufung auf das Verteidigungsministerium die Rede von 9861 russischen Soldaten, die seit Beginn des Kriegs gestorben sein sollen, wie aus einer archivierten Version des Textes hervorgeht. Das wären deutlich mehr als die 498 Toten, die Moskau bislang offiziell bestätigt hat.

Russische Zeitung veröffentlicht hohe Opferzahl in Ukraine – und löscht sie wieder

Einige Stunden später war die entsprechende Passage aus dem Artikel der „Komsomolskaja Prawda“ allerdings wieder verschwunden. Eine Stellungnahme der Zeitung gab es zunächst nicht.


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Andere Medien rätselten am Montag über den Artikel – und wiesen darauf hin, dass im Briefing des Verteidigungsministeriums am Sonntag keine Angaben zu getöteten Russen gemacht wurden. Der Journalist Yaroslav Trofimov vom „Wall Street Journal“ schrieb auf Twitter: „Entweder (die Seite) KP.ru wurde gehackt oder jemand hat geleakte Zahlen bekommen und sie veröffentlicht.“

Dass in der Ukraine wohl mehr russische Soldaten sterben als vom Kreml behauptet, wurde kürzlich auch im Bericht eines angeblichen Insiders beim russischen Geheimdienst FSB angedeutet. Dort hieß es, bis zu 10.000 Russen könnten in der Ukraine bereits umgekommen sein. (mik/dpa)

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