Susanne Seehofer
  • Karin Seehofer (2.v.l.) mit ihren Töchtern Ulrike (l.) und Susanne (r) und Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis bei einem Empfang.
  • Foto: picture alliance / Tobias Hase/dpa | Tobias Hase

Nicht die CSU! Seehofer-Tochter zieht es zu anderer Partei

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, weiß der Volksmund. Aber manchmal fällt er eben doch ein bisschen weiter. So wie im Fall von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und dessen Tochter Susanne. Die ist jetzt in die FDP eingetreten.

Horst Seehofer ist Ehrenvorsitzender der CSU. Doch bei seiner Tochter Susanne hat das wohl nur wenig Eindruck hinterlassen. Sie liebäugelte schon länger mit einem Eintritt bei den Liberalen, wie der ehemalige „Fokus“-Chef und bayerische FDP-Abgeordnete Helmut Markwort auf Facebook schrieb.

Horst Seehofer tritt von der politischen Bühne ab

Kurz vor dem Abschied Seehofers aus der Bundespolitik vollzog die 30-Jährige nun den Schritt. Über ihre Motive und Ambitionen wollte sie sich zunächst nicht äußern, hieß es am Dienstag aus der FDP-Zentrale in München.

Susanne Seehofer arbeitete zuletzt bei BMW, ehe sie im vergangenen November Tochter Laetitia zur Welt brachte. Kurz zuvor hatte sie einen Unternehmer geheiratet.

Susanne Seehofer: „Ich weiß es seit langer Zeit“

Horst Seehofer zeigte sich über das politische Engagement seiner Tochter für die politische Konkurrenz gelassen: „Ich weiß von meiner Tochter seit langer Zeit, dass sie mit der FDP sympathisiert und auch schon einmal für die FDP in München kandidieren wollte.“ Dass sie der Partei jetzt offenbar beigetreten ist, habe er einem Bild entnommen, das sie ihm geschickt habe und das sie mit mehreren FDP-Politikern zeige.

Horst Seehofer
Horst Seehofer ist inzwischen Ehrenvorsitzender der CSU.

Für ihn sei das „überhaupt kein Problem“, sagt der der 72-Jährige. In der gesamten Familie Seehofer herrsche ein sehr liberales, aufgeklärtes Klima: „Für alle meine Kinder gilt: Sie haben ihre eigene Meinung und ihren eigenen Horizont. Darauf will ich als Vater auch keinen Einfluss nehmen.“

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Susanne Seehofer ist nicht die einzige Tochter eines CSU-Politikers, die ihr politisches Glück in einer anderen Partei sucht: Die langjährige bayerische Parlamentspräsidentin Barbara Stamm (CSU) überwarf sich mit ihrer Tochter politisch. Die Folge: Claudia Stamm kandidierte für die Grünen und arbeitet zwei Wahlperioden lang im Maximilianeum in München.

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