Hennig-Wellsow
  • Susanne Hennig-Wellsow tritt als Vorsitzende der Linken zurück.
  • Foto: picture alliance/dpa | Michael Reichel

„Mit sofortiger Wirkung“: Linken-Chefin Hennig-Wellsow tritt zurück

Die Co-Chefin der Linken, Susanne Hennig-Wellsow, tritt zurück. „Ich stelle heute mein Amt als Parteivorsitzende der Linken mit sofortiger Wirkung zur Verfügung“, schrieb die 44-Jährige am Mittwoch auf ihrer Webseite. Hennig-Wellsow führte die Linke gemeinsam mit Janine Wissler seit Ende Februar 2021.

In der Erklärung schrieb sie weiter von „vermeidbaren Fehlern, die auch ich gemacht habe“. Neben einem Verweis auf ihre private Lebenssituation – unter anderem die Fürsorge für ihren achtjährigen Sohn – gab Hennig-Wellsow für ihren Rücktritt vor allem parteiinterne Gründe an.

So heißt es weiter, dass die letzten Monate „eine der schwierigsten Phasen in der Geschichte unserer Partei“ gewesen seien.

Co-Chefin der Linken Hennig-Wellsow tritt zurück

Speziell der „Umgang mit Sexismus in den eigenen Reihen“ habe eklatante Defizite der Partei offengelegt, so die 44-Jährige in ihrer Erklärung weiter. „Ich entschuldige mich bei den Betroffenen und unterstütze alle Anstrengungen, die jetzt nötig sind, aus der Linken eine Partei zu machen, in der Sexismus keinen Platz hat.“

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Hintergrund: „Der Spiegel“ hatte mutmaßliche Fälle sexualisierter Gewalt in der hessischen Linkspartei öffentlich gemacht. Ein „einflussreiches Mitglied der Wiesbadener Linkspartei“ soll eine damals minderjährige Frau im hessischen Landtag in sexuellen Posen fotografiert und sie auch zu einer Beziehung gedrängt haben. 


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Zudem gebe es verschiedene Dokumente mit Hinweisen auf „mutmaßliche Grenzüberschreitungen, Machtmissbrauch und eine toxische Machokultur“, schrieb das Magazin weiter. (alp/dpa)

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