Let's go Brandon auf Demo
  • Der „Let's go Brandon!“-Slogan auf einer Anti-Impfzwang-Demo in New York
  • Foto: IMAGO / Pacific Press Agency

„Let’s go Brandon!“ Die irre Geschichte hinter diesem Slogan der Trump-Fans

„Let’s go Brandon!“ auf Plakaten im Football-Stadion, auf T-Shirts gegen eine Impfpflicht protestierender Feuerwehrleute, auf Social Media und bei Fox News: Überall in den USA taucht bei Konservativen, vor allem bei glühenden Trump-Fans, neuerdings dieser Spruch auf. Klingt erstmal kryptisch, oder? Die MOPO erklärt die Geschichte dahinter.

Der neueste „Brandon“-Coup: Ex-Soldat James Kilcer hatte kürzlich einen Raubüberfall verhindert, indem er den Täter mit einem einzigen Handgriff entwaffnete, das Video ging durchs Netz. Bei der Ehrung durch den örtlichen Sheriff trug Kilcer nun ein T-Shirt mit der Aufschrift „Let’s go Brandon!“. Und der Rapper Bryson Gray stürmt derzeit die US-iTunes-Charts mit einem gleichnamigen Song. Der Inhalt: krude Corona-Verschwörungen und Verunglimpfungen des aktuellen US-Präsidenten Joe Biden.

Reporterin missverstand „Fuck Joe Biden!“

Denn es geht bei den „Brandon“-Sprüchen darum, Joe Biden zu beleidigen. Angefangen hat alles mit einem Nascar-Rennen in Alabama. Als der Autorennfahrer Brandon Brown Anfang Oktober von einer TV-Reporterin interviewt wurde, skandierten Zuschauende im Hintergrund „Fuck Joe Biden!“. Nicht unüblich im Trump-treuen Süden der USA. Die Reporterin verstand das aber falsch oder wollte das zumindest, und sagte, da würden wohl Fans von Brown „Let’s go Brandon!“ rufen. Der neue Wahlspruch der Biden-Gegner:innen war geboren.

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Die Spaltung in den USA, sie hat offenbar null Komma null abgenommen seit der Abwahl von Donald Trump. Der nahm den Ball dankend auf und verschickt derzeit massenweise E-Mails an seine Fan-Basis mit dem Betreff „Let’s go Brandon!“. Zudem verkauft er im eigenen Fanshop T-Shirts mit der Aufschrift. (km)

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