Symbolbild Pilot
  • Keine Streiks der Lufthansa-Piloten: Flugreisende können aufatmen. (Symbolbild)
  • Foto: Boris Roessler/dpa

Beschlossen: Lufthansa-Piloten streiken morgen in ganz Deutschland

Die Luftkapitäne machen Ernst: Die Piloten der Lufthansa haben für diesen Freitag (2. September) einen ganztägigen Streik beschlossen. Bestreikt werden sollen sämtliche Abflüge aus Deutschland der Kerngesellschaft Lufthansa sowie der Lufthansa Cargo. Die Maschinen bleiben also am Boden – und das auch in Hamburg.

Die Lufthansa kritisierte den Streikaufruf und forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hält dagegen: Um Arbeitskämpfe abzuwenden, müsse man ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, erklärte VC-Tarifchef Marcel Gröls. Die Gewerkschaft verlangt für die rund 5000 Kapitäne und Ersten Offiziere Gehaltssteigerungen von 5,5 Prozent im laufenden Jahr und einen automatisierten Inflationsausgleich ab dem kommenden Jahr.

Durch die VC-Forderungen würden die Cockpit-Personalkosten innerhalb der kommenden zwei Jahre um mehr als 40 Prozent steigen, erklärte die Lufthansa. Dies sei selbst ohne Rücksicht auf die finanziellen Folgen der Corona-Krise außerhalb des Vertretbaren. „Die Arbeitgeberseite hat ein sehr gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht – trotz der nachwirkenden Lasten der Corona-Krise und unsicheren Aussichten für die Weltwirtschaft“, sagte Lufthansa-Personalvorstand und -Arbeitsdirektor Michael Niggemann. Diese Eskalation gehe zu Lasten vieler Tausend Kundinnen und Kunden.

Piloten-Streik: Auswirkungen auf Hamburger Flughafen

Auch am Hamburger Flughafen könnten Flüge gestrichen werden. Aktuell stehen noch rund 20 Ankünfte und 20 Starts von Lufthansa-Fliegern aus und von Frankfurt am Main und München auf der Planungsseite des Flughafens. Betroffene Fluggäste sollten sich für Informationen zu den Flügen und möglichen Umbuchungen direkt an die Lufthansa wenden, sagte eine Flughafensprecherin.

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Die Lufthansa konnte zunächst noch keine Angaben zu den Auswirkungen des angekündigten Pilotenstreiks für Passagiere machen. Man werde alles tun, um sie so gering wie möglich zu halten, teilte das Unternehmen mit. Fluggäste würden gebeten, sich über www.lufthansa.com fortlaufend zu informieren. (dpa/miri)

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