Wahlen Berlin
  • In Berlin ist es am Wahlsonntag zu Unregelmäßigkeiten gekommen. Nun wird das Berliner Verfassungsgericht die Wahl zum Abgeordnetenhaus wohl überprüfen.
  • Foto: picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich

Chaos: Bezirk schätzte das Wahlergebnis einfach

Kleinere Ungenauigkeiten sind bei Wahlen mit Millionen Stimmberechtigten nicht ungewöhnlich. Doch ein Chaos wie in Berlin am Wahlsonntag hat es in Deutschland so noch nicht gegeben.

Nun kommt heraus: Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hat der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf auch geschätzte Zahlen gemeldet.


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Laut RBB waren dort in 22 Unterbezirken für alle Parteien die exakt gleichen Zahlen gemeldet worden. Bezirkswahlleiter Felix Lauckner erklärte auf Nachfrage, die Ergebnisse seien geschätzt. Grund: Die Stimmen konnten in der Wahlnacht nicht fertig ausgezählt werden. Dies sei zulässig, wenn die Schätzung nicht „mandatsrelevant“ ist, so Lauckner.

Verfassungsgericht wird über Wahl entscheiden

Über die Rechtmäßigkeit der Wahl wird nun wohl das Berliner Verfassungsgericht entscheiden, da es auch in anderen Bezirken zu Auffälligkeiten kam – beispielsweise bei der Zahl der ungültigen Stimmen.

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Auch bei der Bundestagswahl gab es in der Hauptstadt ein Chaos. Berlins Landeswahlleiterin Petra Michaelis hat ihr Amt deshalb bereits abgeben. 

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