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Außenminister Qin Gang vor einer Chinesischen Flagge während einer Ansprache
  • Der chinesische Außenminister Qin Gang besuchte lange keine öffentlichen Termine mehr – in Zukunft wird das wohl auch so bleiben.
  • Foto: Thomas Peter

Außenminister spurlos verschwunden: So reagiert China

Der seit einem Monat nicht mehr öffentlich aufgetretene chinesische Außenminister Qin Gang ist aus seinem Amt entfernt worden. Vorher hatte es wilde Spekulationen gegeben, was mit ihm passiert sei. Das Verschwinden von hohen Beamten, Prominenten und Geschäftsleuten kommt in China immer wieder vor. Oft stellt sich später heraus, dass sie in Ermittlungen oder andere Kontroversen verwickelt waren.

Wie der Staatssender CCTV berichtete, stimmte der Ständige Ausschuss des Volkskongresses bei einer Sitzung am Dienstag dafür. Sein Vorgänger Wang Yi soll erneut das Amt übernehmen. Zunächst lag noch keine Begründung für den Schritt vor. 

Der Außenminister war seit einem Monat verschwunden

In den vergangenen Wochen hatte es wilde Spekulationen über das Schicksal von Qing Gang gegeben. Der 57-Jährige hatte am 25. Juni seinen letzten öffentlichen Termin in Peking. Seitdem ist er nicht mehr gesehen worden. Chinas Top-Diplomat Wang Yi, der in der Hierarchie noch über Qin Gang steht, hatte den Außenminister mehrfach vertreten.  Anfangs hatte ein Sprecher des Außenministeriums auf Anfrage erklärt, Qin Gang sei aus gesundheitlichen Gründen verhindert. Allerdings kamen auch Spekulationen über eine mögliche außereheliche Affäre auf. Darauf angesprochen sagte eine Sprecherin des Außenministeriums, dass sie „keine Informationen“ dazu habe. 

Kontroverses Verschwinden chinesischer Bürger

Das Verschwinden von hohen Beamten, Prominenten und Geschäftsleuten kommt in China immer wieder vor. Oft stellt sich später heraus, dass sie in Ermittlungen oder andere Kontroversen verwickelt waren. Zu den bekanntesten Fällen der vergangenen Jahre gehört der ehemalige chinesische Interpol-Chef Meng Hongwei, der 2018 auf einer Reise in China verschwand. Zwei Jahre später verurteilte ihn ein chinesisches Gericht wegen der Annahme von Bestechungsgeldern zu einer langen Haftstrafe. 

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Qin Gang war erst im März nach einer steilen Karriere unter Staats- und Parteichef Xi Jinping zum Außenminister ernannt worden. (dpa)

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