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Robert Habeck Anne Will Grüne Regierung
  • Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).
  • Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

„Auch nicht zufrieden mit Regierung”: Habeck räumt Fehler ein

Wirtschaftsminister im Einzelinterview: Bei Polit-Talkerin Anne Will stellte sich Robert Habeck (Grüne) am Sonntagabend auch unbequemen Fragen – und rügt dabei die eigene Bundesregierung im Streit um das Heizungsgesetz. Außerdem gibt er eine „brutale Antwort“ auf die Frage nach Deutschlands Klimazielen.

„Ich bin auch nicht zufrieden mit der Bundesregierung“, sagte er in der ARD auf den Hinweis der Moderatorin, dass viele Menschen mit der Bundesregierung von Kanzler Olaf Scholz (SPD) unzufrieden seien. Gleichzeitig hob er hervor: „Die Leistungsbilanz ist nicht nur ordentlich, sondern die ist groß.“ So habe die Regierung Deutschland sicher durch den Winter geführt, eine Gasmangellage vermieden und die Strom- und Gaspreise runter bekommen. Auch die Energie- und Lebensmittelpreise gingen jetzt deutlich runter.

Robert Habeck selbstkritisch bei Anne Will

„Aber natürlich haben wir in der Kür, also im Erscheinungsbild der Regierung jetzt nicht geglänzt. Das kann ja keiner behaupten“, sagte Habeck selbstkritisch, auch vor dem Hintergrund der regierungsinternen Auseinandersetzungen um das Heizungsgesetz. „An der Stelle kann man nicht zufrieden sein.“ Die rot-grün-gelben Koalitionsparteien hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, das Heizungsgesetz kurzfristig im Bundestag auf die Tagesordnung zu nehmen. Es handelte sich dabei um die erste Lesung, ein Gesetzesbeschluss erfolgt erst später mit der dritten Lesung. Bis dahin kann das Gesetz inhaltlich noch verändert werden.

Kanzler Scholz, Minister Habeck und FDP-Chef Christian Lindner waren hinzugezogen worden, nachdem Gespräche der Fraktionschefs und ihrer Stellvertreter darüber, ob die Vorlage schon in der Woche im Bundestag auf die Tagesordnung sollte, erneut gescheitert waren. Weiter räumte er ein, dass er in den vergangenen Wochen hätte besser über das Heizungsgesetz hätte informieren können. Stattdessen sei ihm „die Kommunikation nicht so gelungen“, so der Grünen-Politiker.

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Die Regierung habe sich in den vergangenen drei bis vier Wochen aus dem „Loch rausgebuddelt“, in dem sie gesteckt habe, sagte Habeck. Die noch bestehenden Fragen zum Heizungsgesetz seien beantwortbar. „Alle arbeiten unter Hochdruck daran, juristisch saubere Texte hinzubekommen“, sagte der Minister. Jetzt kämen die Gesetze. „Wir haben das Klimaschutzsofortprogramm vorgelegt, wir haben das Klimaschutzgesetz vorgelegt“, nannte er Beispiele. (mp/dpa)

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