• Fleisch in der Kühltheke. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Travel-Stock-Image

Wegen geplanter Impfpflicht: Politiker erhalten Drohbriefe mit Fleisch

Die Angriffe von Impfgegnern auf Politiker nehmen immer drastischere Formen an. In Briefen kündigten Unbekannte einen „blutigen Widerstand“ gegen die geplante Impfpflicht an – und schickten ein in Alufolie verpacktes Stück Fleisch mit.

Die Berliner Polizei bestätigte die Sendungen, nachdem die ARD sowie das Politikmagazin „Kontraste“ darüber berichtet hatten. „Derzeit sind uns mehr als ein Dutzend dieser Sendungen bundesweit bekannt“, so eine Sprecherin. Die Briefe seien etwa an Politiker, Medien und Behörden verschickt worden.


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In Berlin ermittelt nun der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts wegen Störung des öffentlichen Friedens. Die bisherigen Analysen der Drohschreiben samt der Fleischstücke hätten keine Hinweise auf Substanzen ergeben, die in irgendeiner Art gefährlich werden könnten, sagte die Sprecherin. Nach den ARD-Informationen enthielten die Schreiben allerdings den Hinweis: „Das Fleisch ist mit ausstrahlenden Covid-19-Viren und mit Zyklon B durchseucht. Der Widerstand gegen die Impfung und die Maßnahmen wird blutig und unappetitlich.“

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An wen die Drohschreiben im Einzelnen adressiert gewesen seien, gab die Berliner Polizei nicht bekannt. Dem RBB zufolge hat der in Berlin regierende Bürgermeister Michael Müller einen solchen Brief erhalten. Auch zu möglichen Hinweisen auf den Absender machte die Sprecherin keine Angaben. (mhö/dpa)

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