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Ein Klassenzimmer in den USA (Symbolbild)
  • Ein Klassenzimmer in den USA (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO/USA TODAY Network

Shakespeare ist jetzt tabu! Irre Schul-Regeln in den USA

Shakespeare gehört in Deutschland zur Standard-Lektüre im Englisch-Unterricht – doch in den USA sind die Werke des Schriftstellers jetzt teilweise tabu.

Nach einer Änderung im Lehrplan dürfen Schülerinnen und Schüler in einem Bezirk im US-Bundesstaat Florida bald im Unterricht keine vollständigen Werke von William Shakespeare mehr lesen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP.

USA: Schüler dürfen nur noch Ausschnitte von Shakespeare lesen

Von der Regelung betroffen sind die öffentlichen Schulen im Bezirk Hillsborough County, in dem unter anderem die Großstadt Tampa (knapp 390.000 Einwohner) liegt. Die Schulbehörde teilte mit, dass die Schülerinnen und Schüler die kompletten Werke in den Büchereien finden könnten – im Unterricht aber sollen nur noch unverfängliche Ausschnitte von Shakespeares Stücken behandelt werden.

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Hintergrund der Maßnahme ist das umstrittene „Don’t say gay“-Gesetz, das auch außerhalb der USA für Schlagzeilen sorgte. Das Gesetz von Rechtsaußen-Gouverneur und Präsidentschaftskandidat Ron DeSantis besagt, dass Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit bis zur zwölften Klasse nicht mehr im Unterricht behandelt werden dürfen. In vielen Shakespeare-Stücken gibt es anzügliche Wortspiele – unter anderem handelt „Romeo und Julia“ von vorehelichem Sex und in der Komödie „Ein Sommernachtstraum“ geht es um sexuelle Verwirrungen und Begehren, das sich sogar auf einen. Esel richtet. (elu)

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