Schneebedecktes Haus
Schneebedecktes Haus
  • Eis überall: Ein Anwohner entfernt Schnee von einem Gebäude in Amherst im Bundesstaat New York.
  • Foto: picture alliance/dpa/XinHua

US-Kälte-Katastrophe: Dutzende Tote, Millionen ohne Strom

„Elliott“ schockgefriert die USA: Die Temperaturen lagen in vielen Regionen im zweistelligen Minusbereich. Bei eisigem Wind und heftigem Schnellfall war die Lage lebensbedrohlich, vor allem an der Region und um die Großen Seen im Nordosten der USA und an der Grenze zu Kanada.

Mit aller Wucht traf der Sturm etwa die Stadt Buffalo, die am Ufer des Eriesees im US-Bundesstaat New York liegt. Heftige Schneefälle und orkanartige Winde sorgten für sogenannte Whiteout-Bedingungen auf den Straßen, bei denen Autofahrer durch die extrem eingeschränkte Sicht die Orientierung verlieren können.

Dramatisch: Viele Menschen saßen in ihren Wohnungen und Autos fest, einige erfroren dort. Polizei und Feuerwehr konnten zeitweise kaum auf Notrufe reagieren. Allein im Bezirk Erie County starben nach Behördenangaben vom Sonntag sieben Menschen.

Kältewelle: Mehr als 10.000 Flüge gestrichen

Die Zahl der Todesopfer stieg weiter an – deutlich mehr als 30 Menschen sind ums Leben gekommen. Der Sender NBC berichtete von sogar 41 Todesopfern, Rettungskräfte und Behördenvertreter rechneten mit einer weiter steigenden Zahl an Opfern.

Zeitweise mehr als 1,6 Millionen Haushalte ohne Strom, wie die Webseite PowerOutage zeigte. Die arktische Kältefront brachte auch die Weihnachtspläne von vielen Reisenden durcheinander: Von Freitag bis Sonntag wurden nach Angaben der Flugdaten-Webseite FlightAware mehr als 10.000 Flüge gestrichen. An vielen Flughäfen herrschte Chaos. Manche wurden vorübergehend geschlossen.

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Die Auswirkungen der Kältewelle waren bis in den Süden der USA zu spüren. Ernst wurde die Lage angesichts der gefallenen Temperaturen auch für Migrantinnen und Migranten an der Grenze zu Mexiko, von denen derzeit viele auf den Straßen der Grenzstädte campieren – und für die es entsetzlich kalt wurde. (dpa/miri)

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