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US-Gericht fordert 16,1 Milliarden US-Dollar wegen YPF-Teilverstaatlichung.
  • US-Gericht fordert 16,1 Milliarden US-Dollar wegen YPF-Teilverstaatlichung.
  • Foto: IMAGO / NurPhoto

15 Milliarden Euro! US-Gericht verklagt Argentinien

Ein US-Gericht hat Argentinien zu einer Mega-Strafe verdonnert. Das südamerikanische Land soll 16,1 Milliarden US-Dollar (15,08 Milliarden Euro) Strafe zahlen. Der Grund: die Teilverstaatlichung des YPF-Ölkonzerns.

In einem wegweisenden Urteil aus New York wurde Argentinien zu einer beachtlichen Zahlung von 16,1 Milliarden US-Dollar verurteilt. Der Grund? Die Teilverstaatlichung des Ölkonzerns YPF im Jahr 2012. Der Standard berichtete zuerst.

New York: Milliardenurteil gegen Argentinien

US-Richterin Loretta Preska entschied, dass Argentinien dem Konzern Petersen Energia 7,5 Milliarden Dollar Schadensersatz und zusätzlich 6,85 Milliarden Dollar an Zinsen schuldet. Aber das ist noch nicht alles: Die Firma Eton Park Capital soll ebenfalls entschädigt werden – und zwar mit 1,7 Milliarden Dollar.

Beide Unternehmen, Minderheitsaktionäre von YPF, wurden bei der damaligen Verstaatlichung nicht berücksichtigt und fordern nun ihr Recht. Trotz des klaren Urteils zeigt sich Argentinien kämpferisch: Das Land plant, in Berufung zu gehen und hat dafür einen Monat Zeit.

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Zurückblickend: 2012 entschied die damalige Präsidentin Argentiniens, Cristina Kirchner, 51 Prozent der YPF-Anteile zu verstaatlichen. Sie begründete diesen Schritt mit steigenden Ölpreisen und mangelnden Investitionen seitens YPF. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser finanzielle Schlag auf das ohnehin wirtschaftlich angeschlagene Argentinien auswirken wird. (vd)

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