Der kleine Jungfuchs in Berlin klaute sich um Kopf und Kragen. (Symbolbild)
  • Der kleine Jungfuchs in Berlin klaute sich um Kopf und Kragen. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance

Tierischer Dieb „in flagranti“ erwischt: Fuchs klaut über 100 Paar Schuhe

Berlin –

Es heißt ja immer, Frauen hätten einen Schuh-Tick, aber auch ein junger Fuchs im Berliner Stadtteil Zehlendorf scheint total auf fesche Treter abzufahren: Er klaute bei den Anwohnern über 100 Schuhe, vorrangig Gartenlatschen. Aber: Für seine Kleptomanie kann der kleine Fuchs gar nichts.

Der Berliner Christian Meyer hatte vor zwei Wochen bemerkt, dass von seiner Terrasse ein Schuh seiner Laufschuhe verschwunden waren. Doch wer klaut nur einen Schuh? Nach eigener Recherche in der Nachbarschaft und der Online-Nachbarschaftsplattform „nebanan.de“ bemerkte er: Auch seine Nachbarn vermissten offenbar das ein oder andere Schühchen.

Der junge Fuchs hatte über 100 Schuhe gebunkert

Meyer begab sich auf die Suche nach dem Schuh-Dieb und wurde fündig – er erwischte einen jungen Fuchs auf frischer Tat mit zwei Badelatschen im Maul umherstreifen. Er folgte dem Tier und fand im Dickicht einer Grünfläche mehr als 100 Schuhe – teilweise ein bisschen angeknabbert.

Der ausgefuchste Dieb hat offenbar eine Vorliebe für entspanntes Schuhwerk: Der Großteil der Schuhe waren Crocs und Birkenstock-Latschen. Über den amüsanten Vorfall hatte zunächst der „Tagesspiegel“ berichtet. 

Doch für den Schuh-Fetisch des Fuchses gibt es eine einfache Erklärung. So erläuterte Berlins Wildtierbeauftragter Derk Ehlert in der „Bild“-Zeitung, dass gerade Jungfüchse zu dieser Jahreszeit draußen unterwegs sind, um ihre Umwelt zu erkunden. 

Er sagt: „Jungfüchse finden Dinge aus Leder toll. Leder ist totes Tier und riecht danach. Damit zeigen sie, dass sie auch schon an der Jagd teilnehmen können.“

Schuh-Vorliebe des Fuchses hat einen Grund 

Und auch die Vorliebe für Gummilatschen des Tieres kann er erklären: „In Gummischuhen ist menschlicher Schweiß und der beinhaltet Salze. Die wiederum gehören zum Grundnahrungsmittel.“ 

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Angst vor einem Angriff müssen die Anwohner aber nicht haben, denn: „Füchse greifen keine Menschen an und im Oktober sollten die Jungfüchse alt genug sein für die richtige Jagd“, so Ehlert. Dann dürften die Zehlendorfer ja aufatmen – und keine verschwindenden Schuhe mehr fürchten. (alp)

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