„Wir haben alle gekündigt. Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten“ verkündeten die Mitarbeiter einer Burger-King-Filiale.
  • Mit diesem Schriftzug machten die Mitarbeiter einer Burger-King-Filiale die Leitung ganz schön wütend.
  • Foto: Facebook @Rachael Flores

„Sorry, wir haben gekündigt“: Burger King-Filiale verliert alle Mitarbeiter

„Wir haben alle gekündigt. Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten“, verkündeten die Filial-Managerin und ihre Kollegen auf einem Schild vor einer Burger King-Filiale im US-Bundesstaat Nebraska – und sorgten damit für mächtig Aufmerksamkeit. Die Mitarbeiter hatten die schlechten Arbeitsbedingungen in dem Fastfood-Restaurant nämlich satt. Der Arbeitgeber war von der Aktion – verständlicherweise – eher weniger begeistert.

Um sechs Uhr in der Früh machten sich Rachael Flores, Managerin der Burger King-Filiale, und ihr Kollege sich auf, um dem Schild vor dem Restaurant einen neuen Schriftzug zu verpassen. „Wir haben alle gekündigt. Entschuldigen sie die Unannehmlichkeiten“, teilten sie im Namen aller Mitarbeiter mit.

Burger-King-Filialleiterin wegen Arbeitsbedingungen in Klinik

Während sich der zweite Satz an die vollkommen unschuldigen Kunden richtet, soll der erste das obere Management von Burger King ansprechen. Denn laut Rachael Flores waren die Arbeitsbedingungen in ihrer Filiale unhaltbar. Wie sie dem Sender „CNN“ berichtete, war der Laden chronisch unterbesetzt, was vor allem zur Mittagszeit für mächtig Stress sorgte.

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In der Küche sei zudem die Klimaanlage ausgefallen und Temperaturen von über 32 Grad hätten die Mitarbeiter nicht nur ins Schwitzen – sondern die Filial-Managerin selbst sogar einmal wegen Dehydration und Flüssigkeitsmangels ins Krankenhaus gebracht. Laut dem Nachrichtenmagazin „Newsweek“ habe Flores 50 bis 60 Stunden in der Woche gearbeitet.

Burger-King-Mitarbeiter kündigen gemeinsam

Aus diesen Gründen hatten die Managerin und acht ihrer Kollegen bereits zwei Wochen zuvor gekündigt. Zum Ende der Kündigungsfrist wollten sie ihren Arbeitgebern noch eine kleine Botschaft verpassen. Die waren davon jedoch nicht begeistert und meldeten sich telefonisch bei Flores. „Sie sagten mir, ich solle es abnehmen“, berichtete die junge Frau „CNN“. „Aber ich erklärte, dass ich das nicht tun kann, weil ich zu wenig Personal habe und die Mittagszeit gerade anfing.“

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Die Konsequenzen der Aktion dürften Rachael Flores nicht allzu sehr stören: Kurz nach dem Telefonat erschien ein Chef und verlange Schlüssel und Mitarbeiterkarte von der jungen Frau. Zudem kündigte Burger King ihr seinerseits – aber mit der Kündigung war sie dem Unternehmen ja sowieso zuvorgekommen.

Öffentliche Kündigung bei Burger King in den USA

Dieses änderte den Schriftzug vor dem Restaurant in „Wir stellen ein. Flexible Arbeitszeiten“. Ein offizielles Statement von Burger King gab es auch: „Die beschriebene Arbeitserfahrung an diesem Standort steht nicht im Einklang mit unseren Markenwerten.“ Man wolle sich die Situation in der Filiale anschauen und sicherstellen, dass so etwas in Zukunft nicht wieder vorkomme.

One of the original photos We quit cause upper management was a joke and had no care for me or my employees. I put in my 2 weeks and so did MANY other people.

Posted by Rachael Flores on Saturday, July 10, 2021

Auf Facebook, wo Rachael Flores ein Bild des Schildes teilte und schrieb: „Wir haben gekündigt, weil das obere Management ein Witz war und sich nicht um mich und meine Angestellten gekümmert hat“, fielen die Reaktionen gemischt aus. Ein Nutzer nannte die Aktion „großartig“, während ein anderer findet, Flores verhalte sich wie ein „Baby“. (prei)

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