Autounfall Triglitz
  • Zwei Jugendliche im Alter von 15 und 17 Jahren sind bei einem Autounfall nahe Triglitz (Landkreis Prignitz) ums Leben gekommen.
  • Foto: dpa/Christian Guttmann

Schreckliche Unfälle am Wochenende: Sechs Menschen sterben

Sechs Menschen haben am Wochenende auf Brandenburgs Straßen ihr Leben verloren. Eine Fußgängerin wurde von einem SUV erfasst, dessen Fahrer erlag später ebenfalls seinen Verletzungen. Zwei Jugendliche starben nach dem Aufprall ihres Autos auf einen Baum und eine 65-Jährige sowie ihr Sohn wurden tödlich verletzt, als ihr Transporter von einem Zug gerammt wurde.

Die 60 Jahre alte Fußgängerin wurde am Sonntagnachmittag in Schildow von einem SUV erfasst. Die Frau war mit einem zweijährigen Kind und dessen Vater unterwegs, als der Fahrer gegen 16 Uhr aus zunächst ungeklärter Ursache in die Familie auf dem Gehweg fuhr.

Die Großmutter starb noch am Unfallort. Der Unfallfahrer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Das Kind erlitt laut Polizei leichte Kopfverletzungen, der 36 Jahre alte Vater eine Beinfraktur. Beide wurden mit einem Rettungshubschrauber in ein Unfallklinikum gebracht. Um die Hintergründe des Unfalls zu klären, habe die Staatsanwaltschaft einen Gutachter beauftragt.

Zwei tote und vier schwer verletzte Teenager bei Unfall bei Pritzwalk

Dies erfolgte auch bei einem Unfall am Samstagabend nördlich von Pritzwalk: Dort kam ein Auto mit sechs Jugendlichen von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Für den 17 Jahre alten Fahrer und einen 15-Jährigen kam jede Hilfe zu spät. Vier weitere Insassen – drei Mädchen im Alter von 14, 16 und 17 Jahren und ein 18-Jähriger – wurden schwer verletzt. Laut Polizei fuhr der 17-Jährige ohne gültige Fahrerlaubnis.

Warum der Wagen gegen 21 Uhr von der Straße abkam, war zunächst nicht klar. Nachdem das Auto gegen den Baum krachte, schleuderte es weiter über die Straße zum gegenüberliegenden Grünstreifen. Die vier Schwerverletzten wurden per Rettungswagen und Hubschrauber in umliegende Krankenhäuser gebracht. Das Auto wurde sichergestellt.

Löwenberger Land: Regionalzug rammt Transporter

Zuvor geschah ein weiteres Unglück, bei dem im Löwenberger Land eine 65-Jährige und ihr 31 Jahre alter Sohn ums Leben gekommen waren. Ihr Transporter ist an einem unbeschrankten Bahnübergang von einem Zug der Linie RB54 gerammt worden. Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Toten sollen am Montag obduziert werden.

Nach Angaben der Polizei war der Transporter der Frau am Samstagmittag beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs auf der Privatstrecke nahe des Ortes Grieben von dem Zug erfasst worden. Der Wagen sei dabei genau in der Mitte getroffen und über 100 Meter mitgeschleift worden.


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In dem Zug befanden sich vier Passagiere, der Lokführer und eine Zugbegleiterin – alle blieben unverletzt. Sie wurden von Rettungskräften und Notfallseelsorgern am Unfallort betreut. Der Zug und der Transporter wurden beschlagnahmt, hieß es. Über 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz, auch zwei Rettungshubschrauber.

Im vergangenen Jahr im April hatte es unweit der Unfallstelle auf derselben Strecke einen folgenschweren Zusammenstoß gegeben: An einem unbeschrankten Bahnübergang in Klosterheide stieß ein Regionalzug mit einem Kleintransporter zusammen. Dabei wurde ein 39 Jahre alter Fahrer so schwer verletzt, dass er wenige Tage später im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 2019 war an dem Bahnübergang bei Grieben ebenfalls ein Auto mit einem Zug zusammengestoßen. (dpa/mhö)

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