Eine Aufnahme von Rachid C. aus dem Jahr 2021.
Eine Aufnahme von Rachid C. aus dem Jahr 2021.
  • Eine Aufnahme von Rachid C. aus dem Jahr 2021.
  • Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz/dpa

Mörder flieht durchs Fenster: Jetzt läuft die Fahndung international

Es gibt Hinweise – aber er bleibt verschwunden! Die Polizei sucht weiter nach dem Mörder, der aus dem Amtsgericht in Regensburg geflohen ist. Der Mann sprang am Donnerstag bei einem Anwaltstermin aus dem Fenster und ist immer noch auf der Flucht.

Bislang sind 151 Hinweise zu dem Flüchtigen eingegangen, sagte ein Sprecher der Polizei. Konkrete Hinweise auf den Aufenthaltsort des Mannes? Bislang Fehlanzeige. Auch international wird nach dem 40-Jährigen gefahndet. Ob der Mann bei seiner Flucht Helfer hatte oder sich etwa bereits ins Ausland abgesetzt hat, auch das ist unklar.

Der verurteilte Mörder hatte 2011 mit einem Komplizen einen Lottoladen in Nürnberg überfallen und die 76 Jahre alte Besitzerin umgebracht. 2013 wurde er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt und saß seitdem in Straubing im Gefängnis.

Bislang mehr als 150 Hinweise – aber keine heiße Spur

Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in der JVA musste er sich nun vor dem Amtsgericht Regensburg verantworten. Als die Verhandlung am Donnerstag für ein Gespräch mit seinem Anwalt unterbrochen wurde, gelang es dem Mann, aus dem Anwaltszimmer im Erdgeschoss des Gerichts zu flüchten.

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Dem Mann wurden für das Anwaltsgespräch die Fesseln abgelegt. Vor der Tür des Anwaltszimmers habe ein Wachposten gestanden, ein weiterer sei noch auf dem Weg vor das Fenster des Anwaltzimmers gewesen. Der Häftling sei „innerhalb weniger Sekunden“ geflüchtet, sagte der Sprecher. Der Anwalt habe daraufhin die Beamten informiert. Die Abläufe im Amtsgericht würden nach dem Vorfall nun überprüft. (dpa/miri)

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