Der Zugang zu der Bunkeranlage, in der die illegalen Böller gelagert wurden.
  • Der Zugang zu der Bunkeranlage, in der die illegalen Böller gelagert wurden.
  • Foto: Niederländische Polizei

Mega-Fund: 120 Tonnen illegale Böller in ehemaligen Bunkern entdeckt

Was für ein Mega-Fund: Ermittler haben an der deutsch-niederländischen Grenze in einer Bunkeranlage Dutzende Tonnen illegaler Böller entdeckt. Offenbar sollten sie auf dem Schwarzmarkt verkauft werden.

Fahnder haben im deutschen Grenzgebiet zu den Niederlanden in einer Bunkeranlage 120 Tonnen illegale Böller beschlagnahmt. Vermutet werde, dass die Böller und Kracher für den Schwarzmarkt in den Niederlanden bestimmt waren, teilte die niederländische Polizei mit.

Insgesamt stellten die Ermittler 120 Tonnen illegale Böller sicher.
Insgesamt stellten die Ermittler 120 Tonnen illegale Böller sicher.

Festnahmen nach den grenzüberschreitenden Ermittlungen würden nicht ausgeschlossen. Die Bunker befinden sich nahe Rheine in Westfalen, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. Die örtliche Polizei konnte am Samstag zu den Ermittlungen im Detail nichts sagen.

Strenge Böller-Regeln in den Niederlanden

In den Niederlanden gelten restriktive Regeln für Verkauf und Nutzung von Böllern und Raketen, so dass schon seit Jahren weit vor dem Jahreswechsel eine illegale Einfuhr über die Grenzen einsetzt.

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Wie die federführende Polizei in Rotterdam mitteilte, werden zur Lagerung der illegalen Böller ausgediente Bunker in Belgien und Deutschland in Grenznähe genutzt. Teils gebe es dort eine Genehmigung zur Lagerung legaler Feuerwerkskörper. Bei den Ermittlungen nun seien aber auch verbotene Kracher entdeckt worden, teils mit falscher Etikettierung. Zwischenhändler würden die illegale Ware dort mit Privatwagen abholen.


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Bereits diese Transporte könnten lebensgefährlich sein, betonte die niederländische Polizei. Deshalb führe sie regelmäßig Grenzkontrollen durch, wobei kürzlich erst einige solcher aus Deutschland kommender Transporte gestoppt wurden. Eine enorme Gefahr bestehe auch, wenn große Mengen solcher Böller in Gartenhäuschen oder der Etagenwohnung in einer Großstadt bis zum Weiterverkauf gelagert würden. (mik/dpa)

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