• Frauen demonstrieren in Seoul für ihre Rechte.
  • Foto: picture alliance / YNA

Gegenstände mit Sperma ruiniert – Frauen wollen ekelhaften „Trend“ stoppen

Es ist ein ekelhafter Trend: Immer öfter werden in Südkorea Taten bekannt, bei denen auf das Eigentum von Frauen ejakuliert wird. Männer sollen ihr Sperma auch an Frauen geschickt haben. Ein Sexualverbrechen ist das laut südkoreanischem Recht nicht.

Bei einem Prozess vergangenes Jahr wurde ein Mann schuldig gesprochen, sechsmal in die Kaffeetasse einer Kollegin ejakuliert zu haben. Er kam mit einer Geldstrafe davon. Kaum zu glauben: In der Urteilsbegründung hieß es, der Mann habe mit seiner Tat „die Tasse ruiniert“. Der Angriff auf die Frau: bedeutungslos. Die „Vice“ berichtete zuerst.

Prozess: Mann ejakuliert in Kaffeetasse

Opfer, Aktivisten und Abgeordnete wollen nun eine Gesetzesänderung erwirken, damit solche Taten als Sexualstraftaten eingestuft werden – und nicht als Sachbeschädigung.

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„Bei diesen Taten handelt es sich zweifellos um Gewalt von Männern an Frauen. Das ist nicht nur ein sexueller Fetisch“, so die Frauenrechtsgruppe Haeil. Es zeige sich in diesen Taten toxische Männlichkeit, Kontrollzwang und das Denken, dass Frauen nicht gleichwertig sind. (vd)

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