Fahnen vor der Edeka-Zentrale am New-York-Ring in der Hamburger City Nord. (Symbolbild)
Fahnen vor der Edeka-Zentrale am New-York-Ring in der Hamburger City Nord. (Symbolbild)
  • Fahnen vor der Edeka-Zentrale am New-York-Ring in der Hamburger City Nord. (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO / Hanno Bode

Lebensmittel-Riese setzt Edeka unter Druck – mit Folgen für Kunden

Neues Jahr, alter Ärger: Weil Edeka mit einigen Herstellern im Clinch liegt, drohen im Supermarkt erneut leere Regale bei einigen beliebten Produkten. Zu den Streithähnen gehören unter anderem ein großer Cola-Produzent und auch ein Weltkonzern aus Hamburg.

Im neu aufgeflammten Streit um Einkaufspreise wirft der Edeka-Vorstandsvorsitzende Markus Mosa den großen Lebensmittel-Herstellern deutlich überhöhte Forderungen vor. „Für 2023 liegen uns wieder massive Preisforderungen der großen Markenkonzerne auf dem Tisch. Und das zusätzlich zu den Preiserhöhungen, die bereits im vergangenen Jahr in Deutschland durchgesetzt wurden. Dagegen wehren wir uns“, sagte Mosa der „Bild“-Zeitung.

Pepsi erhöht Preise drastisch – Edeka will sich wehren

Die „Lebensmittel-Zeitung“ hatte zuvor berichtet, dass die Verhandlungen zwischen Industrie und Handel zum Jahresbeginn erneut eskalierten und die Preisdiskussionen aus dem Vorjahr ungebremst weitergingen. Pepsi soll demnach 30 Prozent höhere Preise gefordert haben und nicht zu Zugeständnissen bereit gewesen sein. Edeka-Märkte können die Produkte nun erst einmal nicht mehr nachbestellen.

Vor rund einem Jahr hatte der Konzern schon einmal die Lieferungen an Edeka ob eines solchen Streits eingestellt. Damals endete der Zoff erst nach sechs Monaten. Zu Pepsi gehören unter anderem die gleichnamige Cola, die Getränkemarken „Lipton“ und „7up“ oder die Chips-Marken „Lay’s“ und „Doritos“.

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Jahr für Jahr feilschen große Ketten wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl erbittert mit Lieferanten um Preise und Konditionen. Bei diesen Preisverhandlungen im deutschen Lebensmittelhandel wird regelmäßig mit harten Bandagen gekämpft.

Die zusätzlichen Preis-Forderungen von Lieferanten für 2023 belaufen sich laut Edeka bereits jetzt, im Januar, auf 1,2 Milliarden Euro. Das sei nur von der Hälfte der Markenhersteller, viele weitere Forderungen würden noch folgen. Bereits 2022 seien Preiserhöhungen von rund 1,5 Milliarden Euro angefallen. Die ursprünglichen Forderungen der Industrie seien mehr als doppelt so hoch gewesen.

Edeka: Preis-Zoff auch mit Beiersdorf und Mars

Auch mit Beiersdorf liegt Edeka laut „Lebensmittel Zeitung“ im Streit. Der Hamburger Konzern halte aktuell demnach unter anderem Produkte der Marken „Nivea“ oder „Eucerin“ zurück. Zudem beliefert Mars Edeka bereits seit einigen Monaten nicht mehr – ebenfalls, weil der Konzern aus Sicht der Einzelhändler zu hohe Forderungen stelle.

Edeka-Konkurrent Rewe rechnet laut dem Fachblatt ebenfalls mit einer Eskalation. Eine Entspannung bei den laufenden Preis-Streitereien sei nicht in Sicht. (dpa/fbo)

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