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Einsatzkräfte im Skigebiet
  • Einsatzkräfte an der Unglücksstelle in den Ötztaler Alpen.
  • Foto: picture alliance/dpa/LECH ZÜRS TOURISMUS | Unbekannt

Lawinen-Tragödie in beliebten Skigebiet – mehrere Menschen tot

Es sah zunächst nach einer noch größeren Katastrophe aus. Die Behörden vermuteten bis zu 18 Wintersportler, die von einem Lawinenabgang in Österreich betroffen sein könnten.

Bei dem Lawinenabgang in den Ötztaler Alpen in Österreich sind am Donnerstag drei Wintersportler aus den Niederlanden ums Leben gekommen. Die Skiwanderer waren 33, 35 und 60 Jahre alt, wie die Polizei sagte. Ein weiterer verschütteter Niederländer war bis zum Nachmittag geborgen worden. Der 32-Jährige wurde mit Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen. Niemand wurde mehr unter den Schneemassen vermutet. 

18 Verschüttete waren befürchtet

Ursprünglich war nach dem Lawinenabgang bei Sölden von möglicherweise 18 betroffenen Personen ausgegangen worden. Dies bestätigte sich letztlich jedoch nicht. Es hätten sich insgesamt 17 Wintersportler aus den Niederlanden und vier österreichische Bergführer im Nahbereich befunden, die meisten seien aber nicht von den Schneemassen erfasst worden.

Bei den Wintersportlern handelte es sich um eine Skitourengruppe, wie Bergrettung und Polizei berichteten. Die unverletzten Urlauber und die Bergführer wurden ins Tal gebracht. Die Rettungsarbeiten mussten zeitweilig unterbrochen werden, um die bedrohlichen Schneemassen an den Rändern des Hangs wegzusprengen. Zu dem Lawinenabgang war es auf der Route zur auf 2501 Metern Seehöhe gelegenen Martin-Busch-Hütte gekommen.

In den vergangenen Tagen hatte es in den Bergen Tirols viel Neuschnee gegeben. Hubschraubercrews, Bergretter, Hundestaffeln und Alpinpolizei waren im Unglücksgebiet im Einsatz. Vorsorglich war Großalarm auch bei den Kliniken in der Region ausgelöst worden.

Deutscher starb am Dienstag wegen einer Gleitschneelawine

Das Schneebrett – laut Behörden etwa 180 Meter lang und 80 Meter breit – hatte sich nach ersten Erkenntnissen von selbst gelöst. Der Bürgermeister von Sölden, Ernst Schöpf, wies darauf hin, dass „oben auf den Bergen einfach noch verdammt viel Schnee liegt“. „Am Ende war es einfach eine Lawine“, sagte er auf einer Pressekonferenz.

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Erst am Dienstag wurde einer sechsköpfigen Wandergruppe am Bärenkopf am Achensee (Bezirk Schwaz) eine Gleitschneelawine zum Verhängnis. Ein 19-jähriger Deutscher wurde von den Schneemassen fast 300 Meter mitgerissen, verschüttet und getötet.

Seine Begleiter überlebten den Unfall. Laut einer Analyse des Lawinenwarndienstes wurde die Lawine nicht unmittelbar von den Wanderern ausgelöst, sondern die Schneemassen seien spontan ins Rutschen gekommen. (dpa/mp)

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