Ein Einsatzfahrzeug fährt auf einer Straße neben einem brennenden Waldstück
  • In Kalifornien vernichten die Flammen riesige Waldflächen
  • Foto: (c) dpa

„Lage schlimmer als je zuvor“: Riesige Waldbrände wüten in den USA und Russland

Es ist eine wahre Feuer-Apokalypse: Die USA kämpfen derzeit gegen verheerende Waldbrände. Dichte Rauchschwaden aus dem Nordwesten trüben bereits den Himmel über New York – das 4000 Kilometer von den Bränden entfernt liegt! Auch in Russland wüten die Flammen.

In New York schiebt sich am Dienstag ein dunstiger Schleier vor die Sonne, gleichzeitig warnen Behörden vor schlechter Luft in Philadelphia. Schuld sind riesige Waldbrände – im tausende Kilometer entfernten Westen des Landes! Die Ausmaße sind so krass, dass auch in Washington, Chicago und in Teilen Kanadas Auswirkungen der Feuer zu spüren sind.

Dunst hängt aufgrund der Waldbrände an der Westküste über den Wolkenkratzern von New York
Der Himmel über New York ist aufgrund der Waldbrände an der Westküste verdunkelt

Trotz des enormen Einsatzes der Löscharbeiter ist von einer Beruhigung der Lage derzeit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Extreme Hitze, Dürre und Wind erschweren die Arbeit und fachen neue Feuer an. Im Bundesstaat Oregon etwa weiten sich die Brände derzeit aus: Die Flammen erfassen bislang eine Fläche von fast 1500 Quadratkilometern. 

In Russland kann man dem Rauch nicht entkommen

In Russland ist die Lage ebenfalls dramatisch. Am schwersten betroffen ist derzeit die sibirische Region Jakutien. Hier wüten mehr als 200 Waldbrände, Millionen Hektar stehen in Flammen. Zusätzlich leiden die Menschen unter dem giftigen Rauch, der sich immer weiter ausbreitet. Die Bewohner sollen Masken tragen und Türen und Fenster abdichten. Sie berichten, dass einem vom Rauch schwindelig wird und man ihm nicht entkommen kann. 

Ein Soldat geht auf einen Waldbrand in Russland zu
In der sibirischen Region Jakutien wüten mehr als 200 Waldbrände

Die Lage sei schlimmer als je zuvor, sagt der Waldexperte Nikolaj Schmatkow bei Radio „Sputnik“. Löschflugzeuge, Feuerwehrleute und Freiwillige sind im Dauereinsatz – doch der Kampf scheint aussichtslos. „Wir gehen in die eine Richtung und löschen. Wenn wir zurück gehen, brennt der gelöschte Teil schon wieder“, sagt ein Feuerwehrmann lokalen Medien.

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Begünstigt werden die Feuer auch in Russland durch extreme Trockenheit und lang andauernde Hitze. „Hier hilft nur Regen“, sagt der Greenpeace-Experte Grigori Kuksin zur Agentur Interfax  – doch danach sieht es derzeit nicht aus.

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