• Luisa Neubauer auf einer Demo der Fridays-for-Future-Bewegung mit einem 1,5 Grad Plakat. Am Tag tagte das Kabinett, um nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts das Klimaschutzgesetz anzupassen und neue Klimaziele zu diskutieren.
  • Foto: imago/IPON

Klimakrise: „Die Welt steht auf der Kippe“

Am Montag hat der Weltklimarat (IPCC) seinen neuesten Bericht veröffentlicht. Angesichts der dramatischen Aussagen fordert die deutsche Klimaaktivistin Luisa Neubauer die Politik dazu auf, das fossile Zeitalter schnell und radikal zu beenden.

Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag: „Es ist ein Menschheitsmoment. Der Weltklimarat ist deutlich: Wir können noch immer die schlimmsten Katastrophen verhindern und das Klima langfristig bei etwa 1,5 Grad stabilisieren.“ 

Regierungen müssten mit dem verantwortungslosen Befeuern der Klimakrise aufhören. Stattdessen sollten sie so schnell und radikal wie nötig das fossile Zeitalter beenden, sagte die prominente Fridays-for-Future-Aktivistin. „Das wird nur passieren, wenn Menschen überall Druck aufbauen“, sagte Neubauer. „Wir müssen jetzt mutig sein, die Welt steht auf der Kippe.“

Reemtsma: „Keines der Parteiprogramme reicht aus.“

Carla Reemtsma, ebenfalls von Fridays for Future, hatte der dpa vor kurzem gesagt, keines der Programme der etablierten Parteien für die Bundestagswahl Ende September reiche aus, um die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten und einen gerechten Beitrag Deutschlands dazu zu leisten.

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„Wir müssen aufhören, fossile Energieträger wie Kohle, Öl und Gas zu subventionieren. Wir müssen sofort raus aus neuen fossilen Projekten: Keine neuen Pipelines, keine neuen Gaskraftwerke, keine neuen Autobahnen, Kohleausstieg bis spätestens 2030.“ Der Kohleausstieg in Deutschland ist bisher bis spätestens 2038 geplant. (mp/dpa)

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