Der emeritierte Papst Benedikt XVI.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI.
  • Der emeritierte Papst Benedikt XVI.
  • Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa

Es gibt einen Geheimplan: Was passiert nach Benedikts Tod?

Was getan werden muss, wenn ein Papst stirbt, ist genauestens geregelt, seit Jahrhunderten. Aber was ist, wenn ein Papst, der kein Papst mehr ist, das Zeitliche segnet? Tja, schwierige Frage. So ganz klar ist das tatsächlich nicht – schließlich gab es so einen Fall seit mehr als 700 Jahren nicht mehr. Nur einer scheint einen Plan gemacht zu haben.

Wie aus dem Vatikan zu hören ist, hat Papst Franziskus den Ablauf nach dem Tod seines Vorgängers geregelt und mit dem Zeremonienmeister abgesprochen. Öffentlich gemacht wurde der Plan bislang aber nicht.

Laut der von Johannes Paul II. verfassten Apostolischen Konstitution „Universi Dominici Gregis“ von 1996 müsste der Kardinalvikar von Rom die Bevölkerung über den Tod des Papstes unterrichten. Inzwischen aber gehen Experten davon aus, dass der Heilige Stuhl eine Presseerklärung herausgeben wird. Diverse andere Vorschriften, zum Beispiel über die Fortführung der Amtsgeschäfte, müssen beim Tod von Benedikt nicht angewandt werden, weil ja Franziskus im Amt ist.

Benedikts Trauerfeier findet wohl im Petersdom statt

Normalerweise organisieren die Kardinäle nach dem Tod eines Papstes Trauerfeierlichkeiten für neun Tage – dass dies auch bei Benedikt so lang sein wird, ist unwahrscheinlich. Ziemlich sicher soll der gebürtige Bayer aber eine Beisetzung als Papst im Petersdom, ähnlich wie seine Vorgänger, bekommen. Den Trauergottesdienst dürfte Franziskus selbst zelebrieren, soweit er das wegen seines Knieleidens kann.

Spannend wird, wer zur Trauerfeier kommt – auch aus Deutschland. Benedikt war zwar als Pontifex das Oberhaupt des Kirchenstaates; aber seine Verwicklungen in jahrzehntelange Missbrauchsskandale legen einen Schatten auf sein Andenken. Da bleiben einige sicher lieber fern.

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Benedikt soll übrigens schon 2020 erklärt haben, dass er in der Krypta des Petersdoms beigesetzt werden will. Als genauen Platz wählte er die erste Grabstelle von Johannes Paul II. in der Papstgruft; dort lag der beliebte Pole, bis die sterblichen Überreste nach seiner Seligsprechung 2011 in eine Kapelle im rechten Seitenschiff der Peters-Basilika gebracht wurden.

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