Ein Kormoran sitzt auf einem Baum, während im Hintergrund Schornsteine des Kraftwerks am Westhafen zu sehen sind.
  • Ab Donnerstag leben wir auf Pump – dann sind die globalen Ressourcen für dieses Jahr aufgebraucht.
  • Foto: (c) dpa

Erdüberlastungstag: Ab Donnerstag schreiben wir rote Zahlen

Am Donnerstag ist Erdüberlastungstag: Das ist der Tag, an dem wir Menschen alle natürlichen Ressourcen verbraucht haben, die unsere Erde innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann. Der Tag kommt mehr als drei Wochen früher als im Pandemie-Jahr 2020. Ab Donnerstag schreiben wir also rote Zahlen – doch wir können etwas tun, um unserer Umwelt zu helfen.

Wie in jedem Jahr wird das Datum vom Global Footprint Network berechnet. Das Netzwerk stellt die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen und den Bedarf der Menschen an Wäldern, Flächen, Wasser, Ackerland und Fischgründen gegenüber.

„Nun kommt der befürchtete Rebound-Effekt“

Demnach ist der globale ökologische Fußabdruck im Vergleich zum Jahr 2020 um 6,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig verursachte die zunehmende Rodung im Amazonasgebiet einen Rückgang der weltweiten Biokapazität der Wälder um 0,5%.

Im vergangenen Jahr fiel der Erdüberlastungstag noch auf den 22.8. Grund dafür waren die pandemiebedingten Emissionseinsparungen. „Nun erleben wir den befürchteten Rebound-Effekt, das sprunghafte Wiederansteigen der Emissionen nach dem Höhepunkt der Pandemie“, erklärt die Umweltorganisation Germanwatch.

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Der Umweltschutzorganisation WWF zufolge können wir etwas tun, damit der Erdüberlastungstag im nächsten Jahr später kommt: Durch eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 50 Prozent könnten wir das Datum um 93 Tage nach hinten verschieben.

Würde der weltweite Fleischkonsum um die Hälfte zurückgehen, würden wir 17 Tage gewinnen. Bei einer Senkung der Lebensmittelverschwendung um 50 Prozent kämen 13 Tage dazu.

Auch Schutz und Wiederherstellung der Natur und eine nachhaltige Gestaltung von Städten und Verkehr spielen eine große Rolle. Würden wir unsere aktuellen Standards im Bereich der Industrie-Prozesse, im Gebäudemanagement oder bei der Energiegewinnung nachrüsten und umbauen, könnten wir ganze 21 Tage gewinnen, so WWF.

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