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Geflüchtete mit Gepäck
  • Das Thema Zuwanderung macht vielen Menschen Sorgen.
  • Foto: dpa

Deutsche pessimistisch wie nie – Sorgen vor Migration nirgends höher

Einmal im Monat befragt ein großes Meinungsforschungs-Institut die Menschen in 29 Ländern nach ihren größten Sorgen. In Deutschland sind es die Themen Inflation und Migration, die die Leute am meisten bewegen. Und die Stimmung ist so pessimistisch wie lange nicht mehr.

Die Top 5 des Sorgen-Rankings: 45 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass sie sich wegen der Inflation Sorgen machen, 44 Prozent wegen der Migration, 35 Prozent wegen Armut und sozialer Ungleichheit, 28 Prozent wegen des Klimawandels sowie 21 Prozent wegen Kriminalität und Gewalt. Diese Werte hat das Institut Ipsos zwischen dem 22. September und 6. Oktober ermittelt.

Deutsche sorgen sich wegen Zuwanderung

Das bedeutet: In keinem anderen Land machen sich die Menschen derzeit mehr Sorgen wegen der Zuwanderung als in Deutschland – im Vergleich zum Vormonat stieg der Wert um elf Prozentpunkte. Ähnlich problematisch wird das Thema lediglich in der Türkei (41 Prozent) empfunden, danach folgen die Niederlande (32 Prozent). Zum Vergleich: im Schnitt zeigten sich nur 15 Prozent aller Befragten wegen der Zuwanderung ins eigene Land besorgt.

Die Inflation ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen anderen Ländern das Thema, das den Menschen derzeit am meisten Kopfzerbrechen bereitet – und das seit 19 Monaten in Folge. Besonders groß ist die Angst vor steigenden Preisen derzeit in Argentinien (69 Prozent), Singapur und Kanada (beide 57 Prozent). Deutschland befindet sich mit 45 Prozent im oberen Mittelfeld. Allerdings ist dieser Wert so hoch wie zuletzt im Dezember 2022.

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Außerdem sind die Deutschen so pessimistisch wie nie. Danach gefragt, ob die Entwicklung des eigenen Landes in die richtige oder in die falsche Richtung läuft, äußern sich drei Viertel der Deutschen (75 Prozent) pessimistisch. Gerade mal 25 Prozent sehen Deutschland auf dem richtigen Weg. Damit ist die Stimmung so negativ wie seit zehn Jahren nicht mehr. Zum Verglich: Anfang 2022 war noch fast die Hälfte der Bevölkerung (48 Prozent) der Überzeugung, dass die Entwicklung in Deutschland insgesamt eher positiv ist. (mp)

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