diego maradona auktion
  • Im November 2020 starb Jahrhundert-Fußballer Diego Maradona mit 60 Jahren.
  • Foto: picture alliance/dpa/Patrick Seeger

Verstorbener Diego Maradona: Keiner will seine Sachen kaufen!

Auch wenn sie einst der „Hand Gottes“ gehörten, einfach von der Hand gehen die Besitztümer des verstorbenen Diego Maradona († 60) leider so gar nicht. Eine Auktion, bei der unter anderem eine Villa, zwei BMW und andere Erinnerungsstücke der Fußball-Ikone verscherbelt werden sollten, wurde zum Mega-Flop.

Das Haus seiner Eltern in Buenos Aires, ein Foto mit Fidel Castro oder ein Apartment des Jahrhundert-Sportlers am Meer: Bei der Auktionsliste hätten sich Maradona-Fans eigentlich vor lauter Vorfreude die Hände reiben – und die Sparkonten plündern – müssen. Doch statt „Drei, zwei, eins, meins“ in Dauerschleife erwiesen sich die größten Posten bei der Online-Versteigerung am Sonntagabend als Ladenhüter, darunter die beiden Immobilien und die zwei BMW.

Diego Maradona Auktion
Diese Villa in Buenos Aires kaufte Maradona seinen Eltern in den Achtzigerjahren.

Maradona-Auktion: Niemand will Haus und BMWs von Fußball-Ikone

Für die Auktion hatten sich laut Organisatoren mehr als 1500 Bieter:innen aus der ganzen Welt angemeldet. Insgesamt kamen bei der dreistündigen Versteigerung jedoch nur rund 26.000 Dollar, also umgerechnet 23.000 Euro zusammen. Posten im Schätzwert von rund 1,4 Millionen Dollar blieben dagegen liegen.

Das höchste Gebot erzielte mit 2150 Dollar das Gemälde „Zwischen Fiorito und dem Himmel“, das die Künstlerin Lu Sedova von Maradona gemalt hatte. An zweiter Stelle folgte ein Foto, das Fußballer mit dem früheren kubanischen Staatschef Fidel Castro zeigt. Das Foto ging für 1600 Dollar an einen Bieter aus Dubai. Immerhin 270 Dollar war einem Bieter aus Deutschland eine Trainingshose wert, die Maradona in seiner Zeit bei Borussia Dortmund getragen hatte.

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Auktionsleiter Adrián Mercado hatte vor der Auktion gesagt, dass Maradonas Erben der Auktion zugestimmt hätten. Seine Kinder hätten eine „tolle Auswahl“ zusammengestellt, so Mercado. Versteigert werden Dinge, die mit vielen Gefühlen und Erinnerungen verknüpft seien, und die Maradonas Familie deshalb aufbewahrt habe.

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Die Versteigerung war von der argentinischen Justiz angeordnet worden, um die hohen Schulden des Fußballstars, der im November vergangenen Jahres an den Folgen eines Herzinfarkts starb, zu begleichen. Das Gericht muss nun entscheiden, was mit den nicht verkauften Besitztümern des Sportlers passieren soll. (alp/afp)

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